Sind Fußballer verletzt, ist das für den Fan enttäuschend, für Spieler und Verein aber oft eine Katastrophe. Und Fußballer sind einem erheblichen Unfallrisiko ausgesetzt. Sie werden für horrende Summen gehandelt, können in ihrer aktiven Zeit Millionen verdienen. Einmal schwerwiegend verletzt und der Profi-Spieler steht im schlimmsten Fall vor dem Ende seiner Karriere. Doch gegen verletzungsbedingte Ausfälle sind Fußballer versichert.

Versichern von Hand bis Fuß

Was Jennifer Lopez kann, können Fußballspieler schon lange. Zwar steht nicht der Hintern im Versicherungsfokus, doch ist es durchaus üblich die Beine der Spieler oder die Hände der Torhüter für stattliche Summen abzusichern. Der Portugiese Cristiano Ronaldo hat 2016 Golfstar Tiger Woods als bestbezahlten Sportler der Welt bereits überholt. Und auch heute kann sich sein Gehalt durchaus sehen lassen. Laut US-Wirtschaftsmagazins Forbes verdiente der fünfmalige Weltfußballer in den vergangenen zwölf Monaten 61 Millionen Dollar und liegt damit nur knapp hinter Lionel Messi (84 Millionen Dollar), dem am bestverdienenden Fußballer der Welt. Doch ein solches Gehalt kommt nur durch Leistung eines funktionierenden Körpers zustande. Entsprechend müssen die Körperteile abgesichert werden. Wie die Hände von Manuel Neuer. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt sie auf einen Versicherungswert von rund drei Millionen Euro.

Privat versichert

Auch Profis müssen privat vorsorgen. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt bis zu 78 Wochen ein Verletzungsgeld von maximal 6.400 Euro pro Monat. Für den Durchschnittsverdiener klingt diese Summe stattlich, verglichen mit den Millionen-Gehältern von Nationalspielern ist sie allerdings eher dürftig. Daher ist es nach Aussage des GDV zum Beispiel in der Bundesliga nicht unüblich zusätzlich separates Krankentagegeld und eine Sporttagegeldversicherung abzuschließen. Tagessätze von bis zu 2.000 Euro sind dabei keine Seltenheit. Die Höhe der Beiträge werde nach unterschiedlichen Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand bemessen. Spieler, die häufig verletzt sind, zahlen sogar einen Risikozuschlag.

DFB und Fifa

Auch der DFB (Deutscher Fußball-Bund) hat seine Nationalspieler gegen Ausfall zusätzlich abgesichert. Sobald sich ein Spieler beim Training oder während eines Länderspiels verletzt, greift die Unfallversicherung. Genaue Summen, die für einen verletzungsbedingten Ausfall gezahlt werden, gibt der Verband nicht bekannt. Die Entschädigung erhält nicht nur der Spieler sondern auch sein Verein.

Seit 2012 unterstützt die Fifa bei einer mehr als vierwöchigen Verletzungsphase den Verein mit bis zu 24.000 Euro pro Tag. Die Höchstgrenze liegt bei 8,7 Millionen Euro.

Nach Berichten von Focus Online waren alle 736 Spieler während der letzten Fußballweltmeisterschaft in Brasilien für zusammen 7,7 Milliarden Euro versichert. Allein die Versicherungssumme für unsere Nationalspieler belief sich auf 803,6 Millionen Euro.

 

Titelbild: ©Von Marcello Casal Jr/ Agência Brasil – http://fotospublicas.com/copa-mundo-fifa-2014/alemanha-vence-a-argentina-e-e-tetracampea-da-copa-do-mundo/, CC BY 3.0 br (Ausschnitt, Wikipedia)