Du willst viele Freunde, Kunden oder Kollegen gleichzeitig erreichen. Aber wie? E-Mails? Anrufe? Nein, WhatsApp! Mit ein paar flinken Handbewegungen ist eine Gruppe erstellt und die Masseneinladung zum Meeting, zur Grillparty, zur Geburtstagsfeier oder Familienabend ist raus. Aber Whatsapp existiert nicht nur, um unzählige, meist zusammenhanglose, Einzelnachrichten zu generieren. Wer den Messenger kommerziell nutzt, kann in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Dabei hat WhatsApp hat eine Funktion, die genau dieses Problem löst: Die Broadcast-Funktion. Und so funktioniert sie.

DSGVO und so

WhatsApp ist omnipräsent. 1,3 Milliarden Nutzer, das sind 15 Prozent der Weltbevölkerung. Das ging auch an den großen Unternehmen nicht vorbei und so entwickelten sie Marketingmaßnahmen wie Newsletter, Push-Nachrichten und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Über die Messenger Dienste.

Ihr gravierender Fehler: Sie richteten dafür WhatsApp-Gruppen ein. Und das kann böse enden. Denn hier sind juristische Vorgaben einzuhalten. Das Problem an solch kommerziell genutzten Gruppen: Alle Teilnehmer sehen sowohl ihre eigene als auch alle Mobilnummern innerhalb der Gruppe.

Nicht nur DSGVO-Richtlinien, auch das das Telemediengesetz (TMG) sowie das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) müssen bedacht werden. Ohne jedoch aktiver Einwilligung jedes einzelnen Nutzers ist der Versand werblicher Botschaften verboten.

WhatsApp: Broadcast-Listen

Die Lösung: Keine Gruppen erstellen, sondern Broadcast-Listen mit Double-Opt-Verfahren. Denn hier werden Daten und Nummern anderer Kunden, anders als bei den Gruppen, nicht angezeigt. Durch das Verfahren müssen sich Nutzer aktiv für eine solche Liste anmelden. Dies verifiziert nicht nur die Echtheit des Nutzers, sondern auch seine Identität und seine angegebenen Informationen. Der Empfänger gibt damit ebenfalls sein Einverständnis, werbliche Inhalten zu erhalten. Diese Funktion bieten auch Anbieter wie WhatsBroadcast.

“Wir sind ein Technologieanbieter, ähnlich einem eMail-Versand-Service. Und bezüglich des Telemediengesetzes ist es so, dass unser Service nur Nutzer/Abonnenten erreicht, die ein explizites Double-Opt-In durchgeführt haben. Also selbst auf ihrem Smartphone eine Servicenummern als Kontakt eingetragen haben und an diesen Kontakt eine erste Nachricht per WhatsApp gesendet. Es ist ausgeschlossen, dass man an Personen Nachrichten schickt, die diese Schritte nicht vorgenommen haben.”, so Franz Buchenberger, Geschäftsführer WhatsBroadcast, gegenüber der Redaktion.

Eine Broadcast-Liste auf dem iPhone erstellen

1. WhatsApp öffnen und oben links auf „Broadcast-Listen“ klicken
2. Hier sehen Sie alle vorhandenen Listen. Tippe auf „Neue Liste“
3. Geben Sie den Namen des Kontaktes ein, den Sie hinzufügen wollen. Alternativ tippen Sie auf das kleine Plus oben rechts.
4. Tippen Sie nun auf „Erstellen“. Jede Nachricht, die Sie an diese Liste senden, erhalten die eingetragenen Kontakte als private Nachricht.

Eine Broadcast-Liste unter Android erstellen

1. Öffnen Sie WhatsApp und tippen Sie auf die drei Punkte oben rechts.
2. Tippen Sie auf „Neuer Broadcast“.
3. Wählen Sie nun Kontakte aus ihrer Liste aus oder tippen Sie oben rechts auf die Lupe, um Namen einzugeben.
4. Tippen Sie nun auf den Haken unten rechts. In Ihren Chats ist nun eine Broadcast-Liste aufgetaucht. Senden Sie eine Nachricht an diese Liste, erhalten die eingetragenen Kontakte diese als private Nachricht.

Titelbild: © BillionPhotos.com/ Fotolia.com

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