Das Internet. Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Und der Social Media Rambos, die gerne und viel austeilen. Normalerweise tummeln die sich bevorzugt in den Kommentarspalten von SPIEGEL ONLINE, ZEIT Online, der FAZ oder anderen Medien. Aber ein prächtiges Exemplar ist der Redaktion jetzt abseits der einschlägigen Wasserlöcher untergekommen. Das Berliner Start Up Vantik. Vantik will die private Altersvorsorge revolutionieren und insbesondere jungen Menschen eine alters- und zeitgerechte Vorsorgemöglichkeit an die Hand geben.

Aggressives Marketing ftw?

So weit so gut. Aber auf dem Weg nach oben lauern selbstverständlich auch Hindernisse und Herausforderungen. Eine scheint Vantik dabei in der freien Maklerschaft identifiziert zu haben. Und so knöpften sich die Berliner kurzerhand alle Makler mit einem Social-Media-Rundumschlag vor. In bester Internet-Rambo-Manier, versteht sich.

Vantiks Attacke auf Facebook
Vantiks Attacke auf Facebook

Der beworbene Post ist auf Vantiks Facebook Seite selbst nicht einsehbar, sondern wird nur in die Newsfeeds ausgespielt. Und das wohl in weiser Voraussicht. Denn solch eine Provokation hätte wohl kaum ein Makler lange unkommentiert gelassen. So geht Vantik größeren Diskussion aus dem Weg und macht trotzdem auf sich aufmerksam. Clever. Wie effektiv die Aktion ist, wird sich noch zeigen. Dass sie inhaltlich ziemlich streitbar ist, ist allerdings offensichtlich. Der Vorwurf ist nicht bloß hart, sondern schlichtweg ungerecht und vermessen. Auch wenn er in seiner Meme-Verpackung komödiantisch daher kommt.

#Milchmädchenpunch vs. #Maklerschelle

Wie zu erwarten, wurde das Thema auch in mehreren Makler-Gruppen auf Facebook diskutiert. Dort, beispielsweise in der Gruppe Versicherungsvermittler Deutschland, gibt man sich kämpferisch. Mehr als ein #Milchmädchenpunch sei das eh nicht, ist zu lesen. Vantik solle sich hingegen vor der #Maklerschelle in Acht nehmen. Die gibt es dann auch prompt. Natürlich in Form eines Bildes.

Die Antwort der Makler
Die Antwort der Makler

Ob das nur ein kleines Scharmützel war oder erst der Anfang eines astreinen Social-Media-Kriegs ist, bleibt abzuwarten. Ein wenig würden wir uns ja über Letzteres freuen.

Titelbild: ©kwanchaichaiudom / fotolia.com

Beitragsbild: ©Christian Henseler

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