Die Bundesregierung bastelt gerade an einem neuen Schutzschild gegen Immobilienblasen. Zusammengefasst werden die kommenden Vorschriften unter dem Begriff der „makroprudenziellen Aufsicht“. Klingt kompliziert. Dabei handelt es sich um ein neues Gesetz, dass vor allem die Einführung von Obergrenzen vorsieht. So soll in Zukunft die Darlehenshöhe bezogen auf den Immobilienwert begrenzt und die Zeit festgelegt werden, in der bestimmte Teile des Darlehens zurückgezahlt werden. Zudem beinhaltet das Gesetz eine Obergrenze der Raten abhängig vom Gehalt sowie eine weitere für die Relation aus Einkommen und Verschuldung. Die Aufsicht bekommt so die Möglichkeit bei drohender Immobilienblase frühzeitig einzuschreiten.

Investitionen lohnen sich weiter in bereits beliebten Regionen

Für die Immobilieninvestoren ändert sich in Bezug auf attraktive Anlagemöglichkeiten aber nichts. Weiterhin lohnt es sich in wirtschaftlich prosperierenden Regionen nach geeigneten Immobilien zu suchen. „Etwa den Großraum München, das Rhein-Main-Gebiet, Hamburg, oder die Region um Stuttgart“, empfiehlt Experte Thomas Hein von der Direktbank ING Diba gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Aus unserer Sicht gibt es derzeit in Deutschland keine Immobilienblase“, sagt Hein und sieht in dem neuen Gesetz eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme.

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