Ob Ferienhaus, Appartment oder Einzelzimmer, für Reiselustige sind private Mietwohnungen im Rahmen von Airbnb eine super Gelegenheit, mitten in das Geschehen einer für sie neuen Stadt einzutauchen. Anstelle des Hotels im Touriviertel, gibt es den Blick auf die schönste Sehenswürdigkeit im Zentrum der Stadt, eine Unterkunft unmittelbar im lebhaftesten Viertel oder eine Bleibe nahe am Strand.

Das ist richtig eklig!

Ein aktueller Fall von „Airbnb“-Vandalismus entsetzt jetzt eine junge Pariserin. Die Frau bietet bereits seit zwei Jahren ihre kleine Wohnung über die Plattform für Touristen an. Ein wenig Geld dazu, schadet bekanntlich nie. Doch jetzt ist die Wohnung ein Totalschaden.

Drei Wochen hatte ein Kanadier die schicke Bude gemietet. Als die eigentliche Mieterin nach der vereinbarten Zeit wieder zurückkam, erwartete Sie das reinste Chaos. Laminat und Türen sind zerstört, in der Toilette ekelige Reste, Müllberge türmen sich überall und im Bett sind Urinflecken. Die Wohnung ist in diesem Zustand unbewohnbar.

„Mein charmantes Studio wurde buchstäblich in einen Stall voller Exkremente, Urin und einer beeindruckenden Menge an leeren Schnapsflaschen verwandelt“ sagt die Pariser Mieterin.

Eine von der jungen Frau beauftragte Firma schätzt den Schaden auf rund 10.000 Euro. Den bekommt die Frau wahrscheinlich von der Plattform selbst bezahlt. Doch zuvor muss nun noch ein Gutachter den Schaden beurteilen.

Airbnb bietet eigene Haftpflicht an

Für die Urlauber ist es attraktiv sich lokal einzumieten. Für die Gastgeberinnen und Gastgeber ist es die Untervermietung riskant, wie das aktuelle Beispiel zeigt. Denn auch, wenn die Kundschaft zahlungskräftig ist, handelt es sich um Fremde. Wer garantiert, dass diese pfleglich und sorgsam mit dem Hausrat umgehen?

Vermieterinnen und Vermieter sich nicht mehr auf vorausgehende Bewertungen in Online-Profilen oder den Gemeinschaftssinn ihrer Gäste allein verlassen. Deshalb bietet Airbnb eine Haftpflichtversicherung an, die das eigene Hab und Gut absichert. Anfang 2016 war das Versicherungsmodell in den USA an den Start gegangen. Dann zogen mit Australien, China, Frankreich, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden, Japan, Singapur, Spanien, Indien, Neuseeland, Italien, Portugal und auch Deutschland fünfzehn weitere Länder nach.

Bis zu 800.000 Euro Deckungssumme

Konkret heißt das: Die Risiken eines finanziellen Schadens zulasten des Vermietenden, der seine Wohnung im Privatunterkunfts-Netzwerk einstellt, sind erheblich reduziert. Verletzt sich beispielsweise ein Besucher in der Wohnung, beschädigt Privateigentum oder das der Nachbarn, greift die Haftpflicht. Dies gilt gerade bei gravierenderen Schäden, in deren Verlauf weitere Immobilien zu Schaden kommen. Dies kann beispielsweise ein Wasserrohrbruch sein. Die Deckungssumme der sogenannten Gastgeber-Garantie beläuft sich dabei auf bis zu 800.000 Euro.

Dein Geld kann mehr

Aber Obacht: Ähnlich wie bei herkömmlichen Hausratsversicherungen sind auch bei der Gastgeber-Garantie keine teuren Wertgegenstände in der Police mit inbegriffen. Schmuck oder größere Bargeldsummen sollten Sie daher vor Vermietung aus den eigenen vier Wänden entfernen.

Titelbild: ©3DarcaStudio/Fotolia

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