Laut einer Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes fehlt immer mehr deutschen Bundesbürgern Geld, um privat fürs Alter vorzusorgen. Den Grund dafür sehen die Studienautoren in den steigenden Mietpreisen insbesondere in den Ballungsgebieten. 1993 machten Wohn- , Instandhaltungs- und Energiekosten nur 26 Prozent der Haushaltsausgaben aus. Heute sind es bereits knapp 35 Prozent. Davon betroffen sind vor allem Miethaushalte. Den Ergebnissen der Stichprobe zufolge lebt ein Großteil der Geringverdiener zur Miete. Sie zahlen anteilig weit mehr fürs Wohnen als der deutsche Durchschnitt. Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) glaubt, dass immer mehr Rentner im Alter auf die Grundsicherung angewiesen sein werden. Er sieht darin sogar ein nächstes sozialpolitisches Problem.

Titelbild: © slonme

Ihre Meinung zu diesem Beitrag?

Please enter your comment!
Please enter your name here