Kann man einen Fonds ohne Prognosen managen? Man kann, sagt Frank Seidel. Sein Erfolg gibt ihm Recht: Annähernd acht Jahre schon führt er den amandea – ALTRUID HYBRID Investmentfonds fast ausschließlich mithilfe eines ausgefeilten und laufend optimierten Algorithmus. Als Piloten am Finanzmarkt greifen er und sein Team nur bei schwereren Turbulenzen manuell ein. Das Ergebnis: eine stetige, solide Wertentwicklung und damit ein Ruhepol für jeden Anleger, der in seinem Portfolio Schwankungen effizient ausgleichen will. Ein Geheimtipp, sagen nicht nur seine Kunden.

„Manchmal muss ich schon schmunzeln, wenn die Presse mal wieder einen yet another robo advisor präsentiert“, meint Seidel. „Immerhin hatten wir unseren Robo schon im Einsatz, als es den Terminus noch gar nicht gab.“ Die erste Version des amandea – ALTRUID HYBRID ging im Dezember 2009 an den Start. Damals entwickelten er und vor allem das Team der Altruid Systems, ein auf automatisierte Handelssysteme und alternative Investments spezialisiertes Entwicklerteam, den Algorithmus in der ersten Generation für den Fonds. Seine Ursprünge hatte der Algorithmus schon Jahre davor in Managed Accounts für Privatkunden. Die Aufgabe bis heute: das automatisierte und ereignisgesteuerte Management eines breiten, in viele Indizes gestreuten Investments.

Ein Robo der ersten Stunde

Diese intelligente Maschine erkennt Trends an den Märkten nicht als Prognose, jedoch in Echtzeit, und baut ihre Entscheidungen darauf auf. Und das 24 Stunden und sieben Tage die Woche, mathematisch konsequent. „Die so genannten ‚Behavioral Finance Probleme’ wie Gier, Angst, Überheblichkeit oder ähnliches, die ‚humanen’ Managern hin und wieder unterkommen, finden hier nicht statt“ erläutert Seidel. „Denn der Algorithmus geht devot an die Sache heran und analysiert nüchtern. Nicht mehr und nicht weniger.“

Das Konzept der automatisierten Trendfolge

Bemerkt der Algorithmus, dass es in einem analysierten Markt einen Trend gibt, egal ob er sich nach oben oder nach unten bewegt, wird er in Echtzeit analysiert und täglich in Transaktionen überführt, die dafür sorgen, dass der Fonds an der Entwicklung des Trends partizipiert. Am Beispiel des DAX bedeutet das in der Praxis:

Der Algorithmus erkennt in verschiedenen Zeitfenstern, ob im DAX ein erkennbarer Trend vorliegt. In Aufwärtsphasen wie derzeit ist das Ergebnis eindeutig: In allen Zeitfenstern steigt der Index, also investiert der Algorithmus maximal, indem er Kontrakte des DAX-Futures kauft.

Irgendwann geht dieser Aufwärtstrend zu Ende, was erst im kurzen Zeitfenster, dann im mittleren und schließlich im langen auffällt. Entsprechend werden diese gekauften DAX-Futures-Kontrakte bei einem beginnenden Abwärtstrend Stück für Stück reduziert und final bei einem negativen Trend auch auf fallende Kurse gesetzt. „Man nennt dieses Konzept Managed Futures“, erklärt Seidel.

Durch eine breite Streuung in viele Indizes erreicht der Fonds zusätzliche Stabilität. Die Investments in rund 75 Klassen werden allesamt durch vergleichbare Algorithmen gesteuert und bedient: unter anderem Aktien-Indizes wie der S&P500 in den USA, der ES50 in Europa, der HangSeng in Hong Kong sowie Indizes auf Zinsen und festverzinsliche Wertpapiere.

„Mit dem reinen Reagieren auf diese Trends lassen sich natürlich nicht immer optimale Ergebnisse erzielen. Manchmal brechen Trends unvermittelt ab, obwohl der Algorithmus noch die ursprüngliche Route fährt. Wenn man aber, und das ist bei unserem Fonds der Fall, einen Algorithmus in einer extrem hohen Güte nutzt, dann sind langfristig die positiven Ergebnisse deutlich stärker ausgeprägt als die negativen. Das ist das ganze Erfolgsgeheimnis“, berichtet Seidel.

Leichte Beute für die Copycat?

Ob ein solches Konstrukt nicht Gefahr liefe, leicht kopiert zu werden, wollen wir wissen. Seidel verneint „Bisher offenbar nicht. In dem System steckt nicht nur viel Intelligenz, sondern auch eine mehr als 20jährige Erfahrung aus dem Team von Altruid Systems, ergänzt durch über acht Jahre Entwicklung für den Fonds. Es gab schon oft ähnliche Versuche am Markt. Richtig geschafft haben es aber nicht viele. Wir schon. Und darauf sind wir stolz.“

Die Ruhe im Fonds auch im Sturm

Umso mehr eignet sich der amandea – ALTRUID HYBRID besonders für Anleger und Verwalter, die neben traditionellen Anlageklassen wie Aktien, festverzinslichen Papieren oder Gold einen ausgleichenden und stabilisierenden Faktor integrieren wollen. Der Chartvergleich der Managed Futures mit Anlageklassen, die sich nicht so leicht von der allgemeinen Marktentwicklung abkoppeln lassen, zeigt den Effekt deutlich:

Um diese Wirkung zu erzielen, empfiehlt Seidel ein Investment in den amandea – ALTRUID HYBRID mit einer Größenordnung zwischen 5 und 15 Prozent. „Gerade in instabilen oder degressiven Phasen, wenn nur wenige Produkte noch steigen, hat der ausgleichende Faktor einen erheblichen positiven Effekt. In unserer eigenen Vermögensverwaltung setzen wir das Modell mit einer Quote von rund 10 Prozent ein“. Gerade wegen seiner soliden 4 bis 8 Prozent schwankungsarmen Wertentwicklung eignet sich der Fonds bestens als Ergänzung zu bestehenden Portfolios.

 

Fotografie: (c) amandea / ave_mario

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