Die Digitalisierung stellt jeden Einzelnen vor neue Herausforderungen. Mittelständische Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern immer häufiger mobile Arbeitsplätze. Dazu gehört auch, dass unabhängig vom Standort jederzeit auf Daten und Dokumente zugegriffen werden kann. Der wirtschaftliche Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit einer Firma ist somit zunehmend von einer ausgefeilten interaktiven Strategie abhängig. Die Studie “Future Business World 2025” zeigt, dass bereits viele Unternehmen daran arbeiten, ihre Arbeits- und Kommunikationsweisen zu optimieren. Die Herausforderungen werden sich besonders im Bereich des Datenschutzes abspielen. Denn die Kluft zwischen den Young Professionals und älteren Kollegen ist auf diesem Gebiet besonders groß. Außerdem sind vor allem Arbeitgeber gefragt, den Arbeitsplatz der Zukunft so flexibel einzurichten, dass sich speziell in Zeiten des Fachkräftemangels Mitarbeiter langfristig an sie binden.

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Dass gerade der Mittelstand von der Entwicklung der Digitalisierung abhängig ist, zeigen diese Zahlen: Im Jahr 2013 gab es 2,2 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mit 99,3 Prozent deutlich überwogen und bei den berufstätigen Personen einen Anteil von 60 Prozent ausmachten (Quelle: Destatis).

Die diesjährige CeBIT blieb ihrem Motto d!conomy treu, die allerdings in diesem Jahr den Wandel von der Computermesse zur Fachmesse für Digitalisierung deutlich gemacht hat. Die Schwerpunkte lagen unter anderem darauf, wie mittelständische Firmen ihre Arbeitsprozesse neu organisieren müssen und welche technischen Hilfsmittel dafür unverzichtbar werden. Längst genügt es nicht mehr, einen Laptop und WLAN zu haben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch mit welchen Mitteln lässt sich die Digitalisierung effizient nutzen und in welchen Bereichen wird sie besonders wichtig?

So steht längst die Digitalisierung von Patientendaten (eHealth-Gesetz) ins Haus und auch die Frage, wie sich die Infrastruktur zentral und zeitsparend managen lässt, ohne dabei die Sicherheitsvorgaben aus den Augen zu verlieren. Auch Anwaltskanzleien benötigen Produkte, die ihnen die interaktive Arbeit erleichtern. So soll in naher Zukunft auch die Kommunikation zwischen Gerichten und Kanzleien digitalisiert werden.

Studie Future Business World 2025

Endlich Schluss mit den wachsenden und unübersichtlichen Aktenbergen und Zettelwirtschaften. Spätestens im Jahr 2025 sollte dieser Traum in allen Unternehmen umgesetzt worden sein. Unverzichtbar wird damit das Arbeiten mithilfe einer Cloud. Die von Triumph-Adler in Auftrag gegebene Studie “Future Business World 2025 – wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert” macht deutlich, in welchen Bereichen die größten Veränderungen stattfinden müssen, um im Wettbewerb mithalten zu können. Durchgeführt wurde die Erhebung vom Marktforschungsinstitut IDC und basiert auf Angaben von mehr als 700 Wissensarbeitern (Information Worker), aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Optimierte Informationsprozesse

Sehr prägnant war dabei, dass deutsche Angestellte 22 Prozent ihrer Arbeitszeit in die Suche und das Ablegen von Informationen und Dokumenten investieren. Doch wie sieht ein effizienterer Umgang aus? Informationsprozesse müssen optimiert und den zunehmenden dynamischen Geschäftsmodellen angepasst werden. Nur indem wichtige Informationen und Daten an jedem Ort zugänglich sind, kann ein Höchstmaß an Produktivität erreicht werden.

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Neue Unternehmenskultur

Dass mit dem Arbeitsplatz der Zukunft gleichermaßen eine Veränderung in der Unternehmenskultur stattfinden muss, liegt nahe. Und besonders hier sehen 54 Prozent der Information Worker eine große Hürde. Etablierte Abläufe zu neuen und flexiblen Arbeitsmodellen zu verändern erfordert zwischen Angestellten und Vorgesetzten nicht nur Vertrauen, sondern auch die Bereitschaft, sich überhaupt auf die Neuerungen einstellen zu wollen. Doch auch von Seiten des Chefs wird ein Umdenken stattfinden müssen. Besonders dann, wenn der Mitarbeiter nicht mehr wie gewöhnlich im Büro sitzt, sondern zu Hause oder an einem öffentlichen Ort.

Datenschutz sorgt für Konflikte

Auch der Datenschutz spielt bei der zunehmenden Digitalisierung eine prägende Rolle. Bereits jetzt musste sich jedes vierte Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten mit der Problematik befassen, dass unberechtigte Personen auf interne Unternehmensinformationen zugreifen konnten. So scheut der Großteil der Befragten zum Beispiel den Wechsel in eine Cloud. Acht von zehn Befragten befürchten sogar, dass die Bedenken zunehmen. Genau in diesem Bereich wird außerdem ein hohes Konfliktpotenzial gesehen. Denn die Meinungen zwischen den Young Professionals und ihren älteren Kollegen klaffen in puncto Wahrung der Privatsphäre und Informationssicherheit weit auseinander. Dem Nachwuchs ist effizientes Arbeiten über den digitalen Weg wesentlich wichtiger, als der Schutz der Daten. So sind es bei den erfahrenen älteren Befragten 71 Prozent und bei den 26- bis 35-Jährigen nur 59 Prozent, denen ein sensibler Umgang am Herzen liegt. Doch um gerade die Jüngeren in ihrer Produktivität und Motivation nicht zu bremsen, müssen ihre Bedürfnisse und Ideen für den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens berücksichtigt werden. Insgesamt schätzen 82 Prozent der Wissensarbeiter den Schutz von Informationen bis zum Jahre 2025 noch wichtiger und vor allem als noch schwieriger ein.

Mehrheit pro digitaler Wandel

Trotz der großen Herausforderungen befürwortet eine knappe Mehrheit der Befragten den digitalen Wandel und erhofft sich damit unter anderem eine höhere Produktivität, eine Optimierung der Geschäftsprozesse, Kosten- sowie Zeiteinsparungen. Leerlaufzeiten zwischen den Terminen können besser genutzt werden und auch Budgetfreigaben können mithilfe einer Cloud bereits unterwegs und nicht erst dann kommuniziert werden, wenn der Verantwortliche wieder am Schreibtisch sitzt.

IDC-Studie

Flexibiliät und Vertrauen

Ersichtlich wird vor allem, dass der Arbeitsplatz der Zukunft von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität und Vertrauen erfordert. Das Herantasten an neue digitale Prozesse und ein neues Miteinander, das häufig virtuell stattfinden wird. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur Junge von Alten lernen können, sondern auch erfahrene Mitarbeiter vom frischen Wind der Young Professionals profitieren.

Die vollständige Studie können Sie hier aufrufen.

Titelbild: © Rawpixel.com

 

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