Luxus so weit das Auge reicht. Und das auf hoher See. Die Megayachten der Superreichen kreisen um die Weltmeere und legen an den bekannten Promi-Häfen an. Die eine ist größer, luxuriöser und wertvoller als die andere. Ob Filmschiff, Motoryacht oder Luxussegler: ein Blickfang ist jede auf ihre Art.

Segel groß wie ein halbes Fußballfeld

Luxusyachten gibt es viele, doch keine ist so groß wie diese und keine erregt so viel Aufsehen. Die „Sailing Yacht A“ ist fast 143 Meter lang und mehr als 25 Meter breit. Damit ist sie die längste private Segelyacht der Welt. Das große Einzelsegel misst 1.767 Quadratmetern. Die Masten überragen mit 90 Metern selbst den Big Ben. Und mit 21 Knoten, umgerechnet 39 Stundenkilometer, bewegt sich das Koloss über die Meere. Die Yacht hat mehrere luxuriös ausgestattete Decks. Eine 54-köpfige Crew kümmert sich um das Wohl der Reisenden.

Der Erbauer ist die deutsche Werft Nobiskrug, die seit 1905 Spezialyachten für den zivilen und militärischen Bereich baut. Der Innenausbau stammt von der Kieler Schwesternwerft German Naval Yards. Entworfen wurde die Yacht von dem Franzosen Philippe Starck. Kostenpunkt: 400 Millionen Euro. Genau um diese Summe wurde mit dem Auftraggeber lange gestritten. Beschlagnahmungen und Gerüchte um illegal verbaute Tropenholzteile häuften sich. Anfang Mai durfte die Yacht jedoch vor Monaco ins Mittelmeer stechen.

Und wem gehört sie nun? Der Besitzer dieser weltweit größten Yacht ist der neuntreichste Mann Russlands. Andrej Melnitschenko ist im Bank- und Industriesektor tätig. Der Manager lebt in Moskau und besitzt laut den Angaben von „Forbes“ ein Gesamtvermögen von 13,2 Milliarden US-Dollar.

Sailing Yacht A von Andrej Melnitschenko

Es geht noch teurer!

Die „Sailing Yacht A“ mag die längste Segelyacht der Welt sein, aber noch lange nicht so teuer, wie die längste private Motoryacht der Welt. Die wertvolle Motoryacht heißt „Azzam“, wurde im Jahr 2013 erbaut und hat eine Gesamtlänge von 180 Metern. Geschätzte Kosten: rund 500 Millionen Euro. Erbaut von der Bremer Firma Lürssen, dem Weltmarktführer für die Konstruktion von Megayachten. In diesem Fall einer Yacht mit sieben Stockwerken und einem 30 Meter langen und 20 Meter breiten Wohnsalon. Das Interieur wurde vom Franzosen Christophe Leonie entworfen und gemäß Empire-Stil mit goldenen Beschlägen, Säulen aus Marmor und römischen Motiven gestaltet.

Auftraggeber und Eigentümer ist Prinz Alwaleed Bin Talal Al Saud. Aus Saudi-Arabien stammend belegt der Prinz Platz 45 der Forbes Liste der reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen wird auf 18,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der von der New York Times als „arabischer Warren Buffet“ bezeichnete Unternehmer ist an Konzernen wie Apple, Twitter, McDonalds, Walt Disney und der Luxushotelkette Four Seasons beteiligt. Im Übrigen: Der arabische Multimillionär ist nicht nur zu Wasser luxuriös unterwegs. Kurzzeitig war er der erste Privatmensch, der einen eigenen Airbus A380 besaß.

Die Yacht Azzam des Prinzen Alwaleed Bin Talal Al Saud

Ein echtes Bondgirl: Yacht für Filmfans

Nicht so teuer wie ihre Konkurrenten, dafür von sentimentalem Wert: Eine der Segelyachten aus dem erfolgreichsten James-Bond-Streifen „Skyfall“ steht derzeit bei Engel & Völkers Yachting zum Verkauf. Wie das Private-Banking-Magazin berichtet, soll der angestrebte Verkaufspreis bei 8,85 Millionen Euro liegen. Die Segelyacht mit dem Namen „Regina“ wurde 2011 erbaut und generalsaniert. Mit 56 Metern Länge und 9,5 Metern Breite, sechs Kabinen und einer Auslegung aufzwölf Personen ist sie neben den Superyachten ein bisschen klein geraten. Typisch der Bond-Manier ist die Yacht mit zwölf Knoten jedoch besonders schnell. Und mit dem zur Ausstattung gehörenden Jet-Ski ist nicht nur James für jede noch so wilde Verfolgungsjagd gewappnet.

Dein Geld kann mehr

Wie Oldtimer sind auch Yachten eine Kapitalanlage, aber ehr für den größeren Geldbeutel. Die Instandhaltung ist aufwändig, der Wiederverkauf oft langwierig. En Trick: Die Yacht auf Kredit kaufen und dann an eine, sorgfältig ausgewählte, Charterfirma vermieten. Das soll sich über vier bis fünf Jahre mit abschließend anständiger Rendite lohnen. Angebote gibt es zum Beispiel bei Holland Yacht Investment, Heinzig Yachthandel und bei Yachtcharter an der Müritz.

Titelbild: ©jorgophotograph/Fotolia, Bild 1: ©KarleHorn & Waldi – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Bild 2: ©ChrisKarsten – Own work, CC BY-SA 3.0

 

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