Der berufliche Alltag erfordert ein Höchstmaß an digitalisierten Arbeitsschritten. Jeder ist vernetzt, stets erreichbar. Ob im Job oder privat. Arbeitgeber investieren immer mehr in den Arbeitsplatz 4.0. Gesund ist das nicht. Doch haben wir eine Wahl? Eine Studie der Universität St. Gallen im Auftrag der “Bild am Sonntag” und der Barmer GEK bestätigt: Der technische Fortschritt gefährdet die Gesundheit und das Familienleben.

Digitalisierung at its worst?

Befragt wurden 8.019 Arbeitnehmer. Zu den Folgen der Digitalisierung gehören Probleme beim Einschlafen, emotionale Erschöpfung und körperliche Schmerzen. An der Spitze stehen Berufe im IT- und naturwissenschaftlichen Bereich. Dort ist der Druck, die Arbeitsweise stetig weiter zu beschleunigen und sich ständig fortzubilden am größten. Doch obwohl die zunehmende Technisierung verantwortlich für familiäre und gesundheitliche Probleme ist, wollen mehr als die Hälfte der Befragten nicht auf digitale Arbeitsmittel verzichten. Ein positives Merkmal, von der Arbeitnehmer und das Privatleben profitieren, ist mehr Flexibilität. Die digitale Kommunikation dagegen ist ein großer Stress- und Konflikt-Faktor.

Zwei Kernthesen der Studie:

Negativ: Digitalisierung zeigt signifikante Zusammenhänge mitemotionaler Erschöpfung (Burnout) und Konflikten zwischen Arbeit & Familie. 23% der Befragten fühlen sich durch ihre Arbeit emotional erschöpft.

Positiv: Flexibilisierung von Arbeit ist in manchen Branchen weit fortgeschritten (Marketing/PR/Beratung & Banken/Versicherung > 70%), in anderen Branchen eher gering ausgeprägt (Nahrungs- u. Genussmittel sowie Gesundheit < 25%).

Hier geht es zur vollständigen Studie.

Titelbild: © adimas/fotolia

Ihre Meinung zu diesem Beitrag?

Please enter your comment!
Please enter your name here