Ein einziges unvorhergesehenes Ereignis kann nicht nur ein Leben, sondern ganze Existenzen zerstören. So zum Beispiel im Frühjahr 2015, als sich für eine junge Familie in Norddeutschland alles veränderte: Die hochschwangere Mutter klagte über starke Kopfschmerzen und brach kurz darauf vor den Augen ihres Mannes zusammen. Im Krankenhaus dann die Diagnose: „Locked In-Syndrom“ in Folge eines Schlaganfalls.

Das Locked In-Syndrom

Das Locked In-Syndrom ist eine vollständige Lähmung des gesamten Körpers, bei dem der Betroffene zwar bei Bewusstsein, aber unfähig ist, mit der Umwelt zu kommunizieren. Die Betreuung von Locked In-Syndrom-Patienten erfordert ganz besondere Pflege- und Behandlungsmaßnahmen, um erste Körperfunktionen therapeutisch wieder herzustellen.

Bei besagter Familie stellt sich das Szenario noch unvorstellbarer dar: Die Mutter eines bereits zweijährigen Sohnes war zum Zeitpunkt ihrer Diagnose hochschwanger. Im Krankenhaus musste sie zunächst medikamentös stabilisiert werden, damit das ungeborene Kind operativ zur Welt gebracht werden konnte. Die Frau befindet sich mittlerweile in einer Rehabilitationsklinik. Nun kämpft der Ehemann immer noch um die Zukunft seiner Familie.

Spendenaufruf für die betroffenen Familie

Nicht nur die Betreuung seiner Ehefrau durch professionelle Pflegekräfte muss finanziert werden, auch die beiden Kinder benötigen aufgrund des Arbeitsverhältnisses des Vaters eine Rundumbetreuung. Und das Locked In-Syndrom bringt weitere Risiken mit sich: Nachweislich fallen eine Vielzahl von Betroffenen in schwere Depressionen, aus denen ein Viertel die aktive Sterbehilfe als einzigen Ausweg sehen. Um dem vorzubeugen, kämpft der Ehemann für die Hilfestellung eines erfahrenen Therapeuten.

Die Kosten für diesen werden trotz Bedarf und belegbaren Erfolgen nicht von der Krankenkasse bezahlt. Mit dazu kommen bei den meisten Patienten der Umzug in eine barrierefreie Wohnung oder kostspielige Umbaumaßnahmen. Über die Return Stiftung, die vom Locked In-Syndrom betroffenen Familien bestmöglich zur Seite steht, wird nun um Spenden für die Finanzierung eines qualifizierten Psychologen sowie die Betreuung der beiden kleinen Kinder gebeten (alle Infos dazu hier). Nach eine mJahr sind 79 Prozent sind finanziert.

Schutz durch finanzielle Soforthilfe

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in allen Fällen ratsam, greift jedoch erst, wenn durch langwierige Gutachten bewiesen ist, dass der Beruf nicht mehr auszuüben ist. Durch monatliche Renten kann die persönliche Existenz danach dauerhaft gesichert werden. Auch Sozialpolitiker und Verbraucherschützer weisen immer wieder darauf hin, dass eine BU in jedem Fall zur versicherungstechnischen Grundausstattung gehören sollte. Wie aber kann ein Normalverdiener für Fälle wie den oben beschriebenen vorsorgen? Wie kann man sich vor dem finanziellen Ruin schützen und auf schnelle finanzielle Hilfe zurückgreifen, um Kinderbetreuung, professionelle Hilfe, Reha-Kosten und weitere hohe Kostenpunkte zu begleichen?

Hier könnte zum Beispiel auf die Schwere Krankheiten Versicherung, auch Dread Disease, zurückgegriffen werden. Diese sichert die finanziellen Risiken von über 40 Krankheiten wie Alzheimer, Lungen- und Lebererkrankungen, Erkrankungen des Herzmuskels und des zentralen Nervensystems, Koma, Krebs, MS, Schlaganfälle, Querschnittslähmung und vielen weiteren schweren Krankheiten ab. Im Unterschied zur BU leistet die Dread Disease sofort bei Diagnose einen festgesetzten Einmalbetrag, mit dem spezielle Behandlungsmethoden, Medikamente oder Ärzte und die persönlichen Aufwendungen finanziert werden können.

Dread Disease – Soforthilfe nicht nur für Unternehmer

Entgegen der landläufigen Meinung ist sie nicht nur für Selbstständige und Unternehmer geeignet, um bei Arbeitsausfall die Existenz des Unternehmens zu sichern. Denn viel schwerer als das berufliche Risiko wiegt die Absicherung der Familie, der persönlichen und familiären Zukunft. Mit der Schwere Krankheiten Vorsorge können nicht nur Hilfsmittel, Pflege und Therapie von Angehörigen sichergestellt, sondern auch Betreuungsmaßnahmen und die Zukunft der Kinder gesichert werden.

Die Höhe der Versicherungssumme sollte sich deshalb auch immer nach dem persönlichen Bedarf richten und die finanzielle Freiheit im Ernstfall sicherstellen. Eine Faustregel besagt die Absicherung des Drei- bis Fünffache des derzeitigen Jahresnettoeinkommens. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem individuellen Risiko des Versicherungsnehmers. Ein großer Unterschied zur BU ist aber, dass die berufliche Tätigkeit den Beitrag keinesfalls beeinflusst. Für Personen in risikoreichen Berufen, die hohe BU-Prämien leisten müssten, ist die Dread Disease somit auch eine Möglichkeit zur kostengünstigen Absicherung.

Titelbild: © Photocreo Bednarek

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