Wie sähe eine heutige Versicherung aus, wenn sich diese auf ihre Ursprünge zurück besinnen würde? Vor hunderten von Jahren schlossen sich Menschen in kleinen Gruppen zusammen, um sich in Schadensfällen gegenseitig zu unterstützen. Genau dieses Konzept hat das Unternehmen Friendsurance aufgegriffen. Ihre Idee? Versicherte schließen sich in sogenannten Sicherheitsnetzen zusammen und unterstützen sich finanziell, wenn kleinere Schäden zustande kommen. Die eigentliche Versicherung greift nur dann, sofern ein größerer Schadensfall eintritt und spart somit erhebliche Kosten. Und was haben Versicherte davon?

Mehr Leistungen und faire Konditionen

Bislang galt das “Freunde-Prinzip” bei Friendsurance für Privat-Haftpflicht, Hausrat- und Rechtsschutzverträge. Seit April 2016 wurde es um eine Vollkakso- und Teilkasko-Versicherung erweitert. Bei rund 27,5 Millionen Vollkasko-Verträgen deutschlandweit mehr als sinnvoll! Sofern ein Autofahrer umsichtig und unfallfrei fuhr, winkte bislang eine Einstufung in eine höhere Schadensfreiheitsklasse (SF). Friendsurance entschädigt zudem mit einem Schadensfrei-Bonus beziehungsweise einer Beitragsrückerstattung von bis zu 40 Prozent.

Auf Basis eines Peer-to-peer-Ansatzes landet ein Teil der gezahlten Beiträge in einem Rückzahlungstopf. Wie es der Name des Unternehmens und der Ansatz schon verraten, bilden nur Personen eine geschlossene Gruppe, beziehungsweise das sogenannte Sicherheitsnetz, die die gleiche Versicherung abgeschlossen haben. Die Gruppe kann aus 5, 10 oder 16 Versicherten bestehen. Die Tarife müssen dabei nicht identisch sein. Sofern innerhalb des vergangenen Jahres kein Schaden vorgefallen ist, bekommt jeder Versicherte im Jahr darauf einen Teil aus dem gemeinsamen Topf zurückerstattet. Der jeweilige “Beistandspakt” für kleinere Schäden ist monatlich kündbar. Mit dem Abschluss des Vertrages verpflichtet sich jeder Friendsurance-Kunde, die Freunde im Schadensfall zu unterstützen. Fallen zu viele kleine Schäden die Reserven aus dem gemeinsamen Topf übersteigen, springt die sogenannte Ausfallversicherung ein. Diese wird automatisch bei Vertragsbeginn mit abgeschlossen. Mit dem Schutz wird sichergestellt, dass mehr über den Rabatt gespart wird, als für die Unterstützung der Freunde anfällt. Im schlimmsten Falle winkt kein Bonus. Große Schäden werden wie gewöhnlich von der Versicherung getragen.

Bis zu 40 Prozent Rückerstattung

Eine Vollkaksoversicherung kostet durchschnittliche 300 Euro brutto. Mit dem Schadensfrei-Bonus können bis zu 40 Prozent und somit rund 120 Euro der gezahlten Beiträge zurückerstattet werden. Kommt ein Versicherter auf vier Schaden- und Unfallversicherungen, können bis zu 250 Euro gespart werden. In einigen Fällen kommen Kunden sogar auf eine jährlich zurückgezahlte Summe von 500 Euro.

So funktioniert\\\’s – Schadensfrei Bonus mit friendsurance.de

Vorsicht beim Abschluss

Zunächst kann sich jeder Verbraucher kostenlos bei www.friendsurance.de registrieren. Mit einem Tarifrechner kann dann der gewünschte Vertrag ausgesucht werden. Wird eine bereits abgeschlossene Police registriert, muss außerdem eine Vermittlervollmacht vorgelegt werden. Inwiefern sich bestehende Verträge mit dem Schadensfrei-Bonus verknüpfen lassen, kann online und mithilfe der Versicherungsnummer geprüft werden. Insgesamt kooperiert das Unternehmen nach eigenen Angaben mit rund 60 Versicherungen. Bei den Voreinstellungen des Rechners sollten potentielle Kunden vorsichtig und aufmerksam sein. Einige Häkchen müssen erst entfernt werden, damit das volle Angebot sichtbar wird und keine unnützen Leistungen abgeschlossen oder wichtige Risiken gar nicht abgedeckt werden.

Titelbild: © Monkey Business

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