Hello there. Was macht George Lucas eigentlich mit seinem Geld? Der Vater von Star Wars gehört mit zu den reichsten Menschen der Welt. Wir werfen einen Blick auf die Investitionen des Sci-Fi-Genies.

Eine neue Hoffnung

Zunächst jedoch stellen wir fest, woher das Geld überhaupt kommt. Star Wars ist keinesfalls Lucas‘ Debut-Werk, zuvor führte er im Jahr 1973 die Regie für „American Graffiti“, einen Low-Budget-Film der Coming of Age-Kategorie. Ein kommerzieller Erfolg, denn mit einem Budget von weniger als einer Million US-Dollar spielte „American Graffiti“ 50 Millionen US-Dollar ein. Obendrein bekam der Film fünf Oscar-Nominierungen.

Für Lucas ein nur allzu verständlicher Ego-Boost. So wandte er sich einem neuen Projekt zu – einer „Space-Oper“, mit deren Idee er bereits seit 1971 spielte. Hier wollte Lucas seine Liebe zu den Weltraum-Klassikern wie Flash Gordon und Buck Rogers wiederaufleben lassen. Und das mit Erfolg: Star Wars ist heute eines der größten Franchises weltweit. „Eine neue Hoffnung“ (1977) spielte in den Kinos 775 Millionen US-Dollar ein. Das berichtet The-Numbers. „Die dunkle Bedrohung“ (1999) konnte 20 Jahre später die Milliarden US-Dollar-Marke knacken. Und im Jahr 2015 brach „Das Erwachen der Macht“ alle Rekorde und spielte zwei Milliarden US-Dollar ein.

Abseits davon arbeitete Lucas zum Beispiel an den „Indiana Jones“-Filmen und an „In einem Land vor unserer Zeit“ mit. Doch sein größer Geniestreich war, dass er sich die Lizenz- und Merchandising-Rechte an „Star Wars“ sicherte. Zwar gab er vor dem Start von „Eine neue Hoffnung“ etwa 500.000 US-Dollar auf, profitiert jedoch seitdem von jeder verkauften „Star Wars“-Figur, die über die Ladentische geht. Forbes schätzt Lucas‘ Vermögen auf 5,8 Milliarden US-Dollar.

Homes, sweet Homes

Betongold ist für deutsche Anleger derzeit eine der beliebtesten Investitionen – und George Lucas geht es da nicht anders. Dem Wall Street Journal zufolge besitzt er mehrere Grundstücke in Carpinteria, einer kalifornischen Kleinstadt. Dazu kommt die berühmte Skywalker Ranch in Nordkalifornien, die laut Architectural Digest einem Victorianischen Anwesen nachempfunden ist. Und darüber hinaus eine eigene Feuerwehr, mehrere Restaurants, ein Fitness-Center, einen Olivenhain sowie die Schlüsselkomponenten des Lucas-Imperiums beherbergt. Zum Beispiel Skywalker Sound, die hauseigene Postproduction-Anstalt. Die Ranch soll knapp 100 Millionen US-Dollar gekostet haben. Hinzu kommt unter anderem das „Mi Patria“-Anwesen in Los Angeles, das Lucas für fast 34 Millionen US-Dollar erwarb.

Ein Herz für Kunst

George Lucas hat zudem über die Jahre hinweg eine umfangreiche Kunstsammlung aufgebaut. Diese beinhaltet einige Schätze aus dem „Star Wars“-Universum, darunter die originale „Darth Vader“-Maske. Vanityfair wirft einen Blick auf zwanzig Gemälde in Lucas‘ Sammlung, viele davon aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Um ein bisschen Perspektive zu schaffen: Eines davon ist Norman Rockwells „Saying Grace“ (1951), das im Jahr 2013 für 46 Millionen US-Dollar über den Tisch des Auktionshauses Sotheby’s ging. Die Los Angeles Times berichtet, dass Lucas auch über einige Originale verschiedener Kinderbücher verfügt, zum Beispiel ein „Winnie the Pooh“-Aquarell von E.H. Shepard oder aus Beatrix Potters „The Tale of Peter Rabbit“. Auch sogenannte „Low Art“ ist vertreten, etwa in Form mehrerer Cover des „Mad“-Magazins.

„Genius, Billionaire, Philantropist …“

Im Jahr 2012 verkaufte Lucas seine Firma Lucasfilm an Disney und kündigte an, einen Großteil des Erlöses von 4,05 Milliarden US-Dollar spenden zu wollen. Unter anderem an Bildungsprojekte. Das berichtete der Hollywoodreporter. Jahre später spezifizierte Inside Philanthropy die Natur seiner Spenden: Unter anderem investierte Lucas in Umweltschutz, Filmförderung und verschiedene Museen. Weiterhin spendete er 175 Millionen US-Dollar an seine Universität, die University of Southern California. Eine weitere Milliarde ging im Jahr 2017 an das Museum of Narrative Art in Los Angeles. Der LA Times zufolge soll dies eine Reihe von Kunstschätzen und Erinnerungsstücken enthalten, die derzeit noch in Lucas‘ eigenem Besitz sind. Zum Beispiel die eben erwähnte „Darth Vader“-Maske, alte Filmplakate oder Gemälde von Norman Rockwell.

In einer weit entfernten Galaxie in ferner Zukunft

Nun stellt sich die Frage: Was plant Lucas für die Zukunft? Dem Guardian zufolge widmet er sich voll und ganz dem Drehen von Hobbyfilmen und lässt den Mainstream hinter sich. Allerdings kursieren Gerüchte, dass er zu Star Wars zurückkehren könnte. Inside the Magic berichtet, dass es dazu derzeit weder von Lucas noch von Dave Filoni, dem Macher der „Star Wars“-Animationsserien, ein Statement gibt. Wir dürfen gespannt sein.

Titelbild: ©Andreas Gruhl/ stock.adobe.com

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