Eine Studie des Lancet belegt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Stress, dem Ausbildungsgrad und der Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern gibt. Die Studie trifft einen wunden Punkt in Zeiten, in denen aus Sparzwängen viele Budgets im Gesundheitswesen gekürzt werden müssen.

400.000 Patientendaten in neun Ländern auf dem Prüfstand

Die Forscher untersuchten Daten von über 400.000 Patienten im Alter von mindestens 50 Jahren und die Todesfälle in 300 Krankenhäusern in neun europäischen Ländern (Belgien, Großbritannien, Finnland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und der Schweiz). Untersucht wurden Patienten, die gängige Operationen, wie Eingriffe an der Hüfte, am Knie oder Blinddarm, hinter sich hatten. Die Todesrate war allgemein mit 1,0 bis 1,5 Prozent sehr gering – jedoch gab es auch einzelne Krankenhäuser mit einer Todesrate von mehr als sieben Prozent.

Hochschulabschluss schützt Patienten

Der Studie zufolge steigert sich das Todesrisiko um sieben Prozent mit jedem Patienten, den eine Pflegekraft betreuen muss. Andererseits sinkt es bei einer Pflegekraft mit einem um zehn Prozent höheren Bildungsstand im Hochschulbereich um sieben Prozent.

Die Todesfallrate ist in Krankenhäusern, in denen sich eine Pflegekraft um sechs Patienten kümmern muss und 60 Prozent des Pflegepersonals einen Hochschulabschluss hat, um ein Drittel geringer, als in einem Krankenhaus, in dem auf eine Pflegefachkraft acht Patienten fallen und nur 30 Prozent des Personals einen Hochschulabschluss haben.

Titelbild: © koszivu

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