Alles neu macht der 19. Juni 2016. Seitdem hat jeder, der  sich legal in der Europäischen Union aufhält, ein Recht darauf, ein eigenes Girokonto zu eröffnen. Außerdem sind Kreditinstitute ab jetzt dazu verpflichtet, den Kunden einen Bankwechsel so einfach wie nur möglich zu gestalten und mit dem neuen Kreditinstitut zu kooperieren. Und was bringen die neuen Vergleichswebsites?

Recht auf Basiskonto

Seit dem 19. Juni dieses Jahres soll somit auch Bürgern ohne festen Wohnsitz, anerkannten Asylsuchenden und Geduldeten der Zahlungsverkehr über ein eigenes Konto ohne großen Aufwand ermöglicht werden. Zu den Services gehören Bareinzahlungen und -auszahlungen, Überweisungen, Lastschriften sowie die Zahlung mit Karte. Zwar besteht das Recht auf ein Girokonto, das ähnlich wie ein Pfändungsschutz-Konto (P-Konto) auf Guthabenbasis funktioniert, bereits seit 1995, aber dennoch haben viele Banken und Sparkassen bestimmte Kundengruppen abgewiesen. Innerhalb von zehn Tagen soll die Eröffnung des Basiskontos erfolgt sein. Ablehnen darf ein Kreditinstitut das Konto nur, sofern der Kunde bereits ein Girokonto in Deutschland besitzt, er aufgrund eines Zahlungsverzugs eine Kündigung erhalten hat oder strafrechtliche Delikte vorliegen.

Zahlungskontengesetz und Vergleichswebsites

Das sogenannte Zahlungskontengesetz soll Kreditinstitute dazu verpflichten, den Kunden den Bankenwechsel zu vereinfachen. Mithilfe des Datenaustausches von der alten zur neuen Bank sollen Daueraufträge und Lastschriften schneller eingerichtet werden und in ihren geregelten Gang zurückfinden. Weiter sollen laut Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Banken über Vergleichswebsites für mehr Transparenz ihrer Services sorgen. Dazu gehören vor allem die jeweiligen Konto- und Geldautomatengebühren sowie der Sollzins für Dispositionskredite.

Titelbild: © Dangubic

Ihre Meinung zu diesem Beitrag?

Please enter your comment!
Please enter your name here