Seit dem Wochenende tobt in Bayerns Hauptstadt wieder das größte Volksfest der Welt. In den kommenden zwei Wochen werden rund sechs Millionen Besucher erwartet, die mehr als 60.000 Hektoliter Bier trinken und rund eine halbe Millionen Brathendl essen. Doch auf der Theresienwiese herrscht nicht nur ein hoher Spaß-, sondern vor allem ein hoher wirtschaftlicher Faktor. Vom 17. September bis zum 03. Oktober klingeln nicht nur in den Bierzelten und an den Hähnchenständen zahlreich die Kassen. Für die Münchner Wirtschaft bedeutet dies ein Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Wer profitiert sonst noch?

O’ zapft ist …

… wenn die Kassen klingeln. So liege der Gesamtwirtschaftswert des Oktoberfestes laut Fremdenverkehrsamtes in diesem Jahr bei 955 Millionen Euro. Rund 450 Millionen Euro sollen durch die direkten Einnahmen der Betreiber von Fahrgeschäften, Gastronomie und Verkaufsständen erwirtschaftet werden. Hotels sollen rund 300 Millionen Euro einnehmen, 205 Millionen Euro werden für andere Dinge in der Metropolregion während der Wiesn ausgegeben. Der Stadt selbst winkt nur ein kleiner Gewinn, denn von den Standmieten, die zwischen 50.000 und 170.000 Euro liegen, fließt der Großteil der Einnahmen in die Infrastruktur.

… wenn der Arbeitsmarkt angekurbelt wird. Jedes Jahr arbeiten rund 12.000 Menschen auf dem Oktoberfest. Davon sind 8.000 fest angestellt und 4.000 als Aushilfen tätig.

… wenn viele Souvenirs gekauft werden. Jedes Jahr wird zum Beispiel ein neuer Wiesnkrug designt und auch Filzhüte, das Wiesn-Maskottchen und Lebkuchenherzen finden reißenden Absatz, der natürlich auch über das Online-Shopping angekurbelt wird.

… wenn Lederhosen und Dirndl beliebter sind, denn je. Von günstig bis hochpreisig ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. So gibt es ein preiswertes Komplett-Angebot bereits für 59 Euro und auch Designertrachten für 3.995 Euro sind keine Seltenheit. Übrigens wurde in diesem Jahr eine weitere Marktlücke gestopft: Das Label Festschlüpfer sorgt mit Unterwäsche im Trachtenlook für Furore und Umsätze. Mehr dazu auf Handelsblatt.de

Titelbild: © LightingKreative/Fotolia

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