Trotz der aktuellen Niedrigzinsphase müssen Privatkunden auch in Zukunft nicht mit Strafzinsen rechen, wohl aber mit höheren Gebühren. Diese stellt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, in Aussicht. Er könne sich nicht vorstellen, dass Kunden beim Sparen zuzahlen müssen. Höhere Gebühren schließt er allerdings nicht aus, zumal der Wettbewerb innerhalb der Bankenbranche deutlich angezogen hat.

Derzeit liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei null Prozent. Legen Banken bei der EZB Geld an, müssen sie im Gegenzug zinsen in höhe von aktuellen 0,4 Prozent zahlen. Banken zahlen demnach für das Sparen drauf. Ziel der EZB ist es, das “Horten” von Geld so unattraktiv wie möglich zu machen, um die Kreditvergabe und das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln. Ein solches Szenario wird auf Privatkunden nicht zukommen.

Titelbild: © slonme

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