Andries Smit, Managing Director der Global Digital Factory von Aviva, ist einer der Key-Player digitaler Transformazionsprozesse im Versicherungsbereich. In ihrem neuen Buch Reinventing Customer Relations, beschreiben die Gründer der DIA, Roger Peverelli und Reggy de Feniks, Smit als einen Visionär, der mit Aviva’s Digital Garages Maßstäbe setzt für InsurTech-Ökosysteme.

Eine Eigenschaft, die Smit darüber hinaus auszeichnet, ist sein Fingespitzengefühl beim Aufbau von Netzwerken und dauerhaften externen Partnerschaften.

Redaktion: Herr Smit, Partnerschaften sind seit Jahrhunderten tief in der DNA der Versicherungsbranche verankert. Können Sie näher erläutern, warum es jetzt anders ist?

Andries Smit: Ökosystempartnerschaften sind noch sehr jung in der Branche. Und obwohl moderne Technologien jetzt Beziehungen mit mehreren Partnern ermöglichen, ist dies tatsächlich eine neue Fähigkeit, die wir lernen müssen. Der andere interessante Trend, den ich beobachte, ist, dass wir dank der Technologie jetzt auch in unseren eigenen Unternehmen, zwischen Geschäftseinheiten und Märkten, Partnerschaften eingehen.

Redaktion: Würden Sie sagen, dass das derzeitige Interesse für Ökosysteme nur ein Hype ist, oder werden wir beobachten, wie sich das in den kommenden Jahren stärker entwickelt?

Andries Smit: Ich glaube nicht, dass es sich um einen Hype handelt. Wir beobachten starke Annäherungen an große Plattformen und Ökosysteme. Grundsätzlich wollen die Menschen Bequemlichkeit und Wert. Alles an einem Ort zu haben, ist bequemer, einfacher und schneller. Das geht soweit, dass wir Menschen sich sogar in Nischen innerhalb von Ökosystemen bewegen sehen.

Redaktion: Was ist Ihre Vision? Welche Plattformen und Ökosysteme sind Ihrer Meinung nach entscheidend für die Zukunft der Versicherung?

Andries Smit: Ich gehe davon aus, dass es eine Reihe globaler Versicherungsbetriebssysteme geben wird – die Basisinfrastruktur, die diesen Kundenbedürfnissen und Transaktionen zugrunde liegt. Ähnlich wie im Bankensektor, wird dies einige Anstrengungen erfordern: Entwicklung von Regtech und Regulierung, Konsolidierung der Akteure der Industrie, Mehrheit der Versicherungs- und Finanzsysteme, aber ich glaube, dass die Wertschöpfungskette einen ausreichenden Wert hat, um dies zu erreichen.

Redaktion: Viel wird auch von den großen Tech-Plattformen geboten. Und das ergibt natürlich eine völlig neue Dynamik. Haben Sie dazu ein paar Gedanken, die Sie mit uns teilen mögen?

Andries Smit: Absolut. Verbraucher werden überwältigt: von Inhalten, Apps, E-Mails, Nachrichten, Anzeigen… mit allem. Benutzer finden sich nicht mehr zurecht, sie sparen sich die Zeit und konzentrieren sich auf die fünf oder sechs großen Plattformen. Nehmen wir als Beispiel Tencent in Hongkong, mit dem wir zusammenarbeiten. Der durchschnittliche Wechat-Kunde verbringt viereinhalb Stunden in der WeChat-App. Innerhalb dieses Ökosystems zu sein, ist für ein Unternehmen keine Wahl mehr. Sie müssen, weil dort die Verbraucher sind.

Das Interview in voller Länge gibt es hier.

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Titelbild: © Francisco Jesús Navarro Hernández / Unsplash

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