Derzeit wirbeln Insurtech-Unternehmen die Versicherungsbranche gehörig auf. Werden Insurance und Technology das Traumpaar der Assekuranz? Digitale Lebensweise meets Versicherung und zwar ganz easy in einer App? Oder um es im Insurtech-Jargon zu sagen: “Dreimal wischen und schon ist man stolzer Besitzer einer Fahrradversicherung.” Vielleicht doch eher: “Dreimal wisch und weg ist das Geld!”

Digital ist…

Im ersten Moment verwundert es nicht, wenn sich vor allem die junge Generation durch Start-ups wie Getsafe und Knip – “deinem digitalen Versicherungsbroker” – endlich um die längst fällige Haftpflicht- oder Hausratversicherung kümmert. Digital ist schließlich in vielerlei Hinsicht schneller, flexibler und unproblematischer. Insurtech-Startups wittern den großen Gewinn und machen sich die häufige Unkenntnis der Versicherten zu Nutzen.

Allein in Deutschland scharren rund 20 Insurtech-Unternehmen mit ihren Hufen. Lässt man sich den Umsatz in der Versicherungsbranche von circa 1,4 Milliarden Euro auf der Zunge zergehen, mehr als verständlich. Und Letztere könnte somit schneller versichert sein, als es bislang vorstellbar war. Überzeugende Argumente liefern diese Firmen in jedem Fall: “Wir gehen davon aus, dass Insurtechs in den nächsten Jahren mithilfe digitaler Innovationen wesentlich dazu beitragen werden, dass Versicherungen deutlich kundenfreundlicher werden. So geht es bei fast allen Insurtech-Ideen darum, Versicherungen für den Kunden günstiger und einfacher zu machen – sei es durch neue Versicherungsmodelle, durch die Unterstützung bei Beratung und Verwaltung oder durch die Optimierung der Schnittstellen zwischen Kunde und Versicherungsunternehmen”, so Tim Kunde, Geschäftsführer und Mitgründer von Friendsurance. (Quelle: deutsche-startups.de)

Prinzip Insurtech

Der Bereich “Marketplace/Aggregator” beinhaltet in der Regel diverse Produkte von unterschiedlichen Versicherern.

Die Sparte “Insurance Management” bietet Nutzern die Möglichkeit ihre bereits abgeschlossenen Versicherungen in einer App abzulegen und diese bekommen somit eine Auflistung ihrer bestehenden Policen. Ob in Form eines digitalen Versicherungsordners oder gleich als Verwaltungsprogramm für Unternehmen, bei dem sogar Versicherungen enthalten sind (sogenannte „Employee-Benefits“-Systeme).

Sofern ein gezielter Online-Abschluss durch einen Direktversicherer oder Mehrfachagenten erfolgen soll, wird diese Form der Kategorie “Direct Insurer/Tied Agent” zugeschrieben.

“Peer-2-Peer/Cashback” steht für Unternehmen, die Versicherungsbeiträge sammeln und diese (teilweise und für karitative Zwecke) zurückerstatten.

InsurTechs, die Unternehmen, Maklern und Versicherern spezielle Technologien für die Analyse und Vermittlung von Versicherungsdaten anbieten, fallen in die Kategorie “Sales Tools/Software”.

Klingt gar nicht so schlecht, oder? Doch ganz abgesehen vom fehlenden Mehrwert, werden neu abgeschlossene Verträge an die jeweiligen Unternehmen übertragen. Kostenpflichtig versteht sich. Ohne persönliche Betreuung und dafür inklusive Intransparenz. Was wohl Herr Kaiser sagen würde? Er war der Marketing-Star der Assekuranz. Mensch und dennoch Produkt. Unter anderem, weil er sich mithilfe des “damals” wichtigsten Werbesegments Fernsehen einen Namen machte und repräsentierte damit eine Vielzahl der Berater und Makler.

Fisch beginnt am Kopf zu stinken

Die bisher noch überschaubare Anzahl der Insurtech-Unternehmen schlägt schon jetzt große Wellen. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese nicht auch sinnvoll genutzt werden können. Denn dass sich Versicherungen und Makler nicht vollkommen vor digitalisierten Prozessen verschließen können, sollte dazu anregen, neue Wege einzuschlagen. So bietet die IDEAL UniversalLife-bereits seit August 2015 ein transparentes Versicherungskonto, das gleich vier unerlässliche Vorsorgebausteine beinhaltet und jederzeit mit wenigen Klicks digital einsehbar ist.

Titelbild: © gstockstudio

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