Geld will sich vermehren! Bei den Banken gibt es jedoch zurzeit nur sehr niedrige Zinssätze, also flüchten sich viele in den Kauf von Immobilien. Das führte allerdings zu einer Kostenexplosion am Markt, sodass es fraglich ist, ob die Immobilie nach ein paar Jahren, wenn es eine Marktberuhigung gegeben hat, immer noch den gleichen oder sogar einen höheren Wert besitzt. Wo kann sich Geld also noch vermehren?

Oldtimer – all time high

Eine Alternative, die nie aus der Mode kommt, sind Oldtimer. Wer jetzt allerdings an verstaubte Vehikel, die mit Planen abgedeckt sind und jahrelang in Garagen stehen, denkt, irrt gewaltig. Denn einer der wichtigsten Punkte für eine Wertsteigerung ist die Funktionstüchtigkeit – und das heißt, das Gefährt sollte in einwandfreiem Zustand sein und ohne Probleme auf der Straße verkehren können. Seit 1994 gibt es das Sammlerkennzeichen beziehungsweise das sogenannte H-Kennzeichen. Die Beschriftung des Sammlerkennzeichens ist rot und beginnt mit der Ziffer 07. Der Vorteil liegt darin, dass das Fahrzeug nicht mehr zur Hauptuntersuchung muss. Auf der anderen Seite darf es aber nur zu Einstell- und Probefahrten genutzt werden, was zumeist bei Oldtimertreffen erfolgt. Im Gegensatz dazu ist das H-Kennzeichen schwarz beschriftet und kann ganzjährig genutzt werden. Die Fahrzeuge müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung und für sie muss Kfz-Steuer bezahlt werden.

Wertsteigerungen bis zu 15 Prozent

Damit ein Oldtimer lukrativ wird, reicht es nicht aus, dass er ein bestimmtes Alter hat. Wie bei allen Sammlerobjekten ist die Seltenheit einer der größten Wertfaktoren. Lohnenswert sind Fahrzeuge, die in Stückzahlen im vierstelligen Bereich produziert wurden. Coupés und Erfolgsmarken haben in der Regel größere Chancen, im Wert zu steigen. Ebenfalls wichtig ist eine lückenlose Historie. Wenn das Fahrzeug dann noch besondere Anekdoten oder auch Rennsiege aufweisen kann, kann das nur von Vorteil sein. Vorsicht ist allerdings vor Fälschungen dieser Geschichte angebracht: Alle Punkte sollten eindeutig belegbar sein. Beim Erwerb des Oldtimers sollte darauf geachtet werden, dass er in einem guten Zustand ist. Bedenken muss man außerdem, dass selbst kleine Reparaturen ins Geld gehen können, da die Ersatzteile ebenso wie das Fahrzeug selbst sehr selten sind. Ein geeigneter Stellplatz, im besten Fall eine Garage, sollte vorhanden sein. Einen Oldtimer zu kaufen, ist keine Frage der Geschwindigkeit, sondern der Gewissenhaftigkeit.

Die richtige Versicherung

Wer sein Geld in einen Oldtimer anlegt, sollte ihn auch gegen Risiken absichern. Viele Unternehmen bieten spezielle Oldtimerversicherungen an. Obwohl es bereits fertig geschnürte Pakete gibt, lohnt es sich, diese auf die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Der erste Schritt zu einer Versicherung ist ein Wertgutachten, das bei einem offiziellen Gutachter ausgestellt wird. Wenn das Auto restauriert wird, muss dieses Wertgutachten regelmäßig erneuert und die Versicherung angepasst werden. Je mehr Fahrpraxis der Versicherungsnehmer hat, umso günstiger werden die Beiträge. Einfluss haben ebenfalls die jährlichen Kilometer, der Stellplatz und, ob der Oldtimer Teil einer Sammlung ist. Angeboten wird dieser Typ der Versicherungen zum Beispiel von der OCC (Oldie Car Cover), der ADAC Classic, Car, der AXA, der HDI oder der Württembergischen.

Titelbild: © DutchScenery

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