Wie Spiegel Online berichtete, ist ein explosionsartiger Anstieg der Zusatzbeiträge für Krankenkassen zu erwarten. Nach neuen Berechnungen ist davon auszugehen, dass auf Durchschnittverdiener ein Zusatzbeitrag von über 50 Euro monatlich zukommen werde.

Innerhalb der nächsten vier Jahre ist laut Schätzungen von Experten mit einer Verdopplung der Zusatzbeiträge zu rechnen. Opposition und Ökonomen gehen davon aus, dass dies erst der Anfang ist und der Trend zu steigenden Gesundheitsausgaben anhalten wird. Dieser Ansicht ist auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Ihm zufolge rolle der Kostenanstieg erst an.

Ein heutiger Durchschnittsverdiener mit einem Einkommen in Höhe von 1960 Euro, zahlt im Durchschnitt einen Zusatzbeitrag von 21,76 Euro. Bis 2020 werde aller Voraussicht nach nicht nur das Durchschnittseinkommen auf 2261 Euro, sondern auch der Zusatzbetrag auf 54,74 Euro ansteigen.

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Genährt wird der zusätzliche Kostenanstieg von der demografischen Entwicklung der Bundesrepublik. Deutschlands Bevölkerung altert zunehmend. Auf 100 Menschen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren fallen aktuell 34 Menschen jenseits der Sechzig. Experten gehen davon aus, dass sich der Anteil der Älteren auf etwa 60 erhöht. Grund dafür ist unter anderem die Generation der Baby Boomer, die nach und nach das Rentenalter erreicht.

Titelbild: © slonme

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