Online-Banken gewinnen an Attraktivität. Die Gründe sind die günstigen Konditionen. Während Sparkassen und Volksbanken von Berufstätigen Kontoführungsgebühren für Girokonten erheben, bietet die digitale Konkurrenz eine kostenfreie Alternative. Berufsanfänger reagieren darauf, schließen ihre Konten und wechseln zur Konkurrenz. Sind die günstigen Konditionen der einzige Grund, weshalb V+R-Banken und Sparkassen an Beliebtheit verlieren?

Das Zauberwort heißt Digitalisierung. Die Digital Natives erledigen ihr Bankgeschäft gerne online. Hier haben Banken, die vor allem auf ihr Filial-Konzept setzen, Nachholbedarf. Zudem bevorzugt es die Generation Y E-Mails zu schreiben und sucht sich für ihre verschiedenen Geldanlagen oft auch die besten Angebote von unterschiedlichen Banken heraus. Die Folge: Kundenschwund bei Sparkassen und V+R-Banken.

Das müssen Banken anders machen

Die Unternehmensberatung mm1 aus Stuttgart schlägt zur Umkehrung des Abwanderungstrends radikale Maßnahmen vor. So sollen die Sparkassen und Volksbanken ihren Filialfokus verlagern und mehr in telefonischen und elektronischen Kontakt mit den Kunden investieren. Laut mm1 besuchen 57 Prozent der Kunden ihre Filialen nämlich gar nicht bis maximal einmal im Jahr. Die Kosten pro Kunde, sind deshalb zu hoch. Konkret bedeutet dies, dass Banken einige ihrer Niederlassungen schließen müssen, um die Kostenstruktur zu optimieren. Die Angebote der Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen sind für 18- bis 27-Jährige nicht mehr zeitgemäß. Wird nicht reagiert, werden die Banken weitere Kunden verlieren.

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