Haben Sie auch gerade einmal wieder eine Werbesendung in den Papierkorb geworfen? Bunt, schillernd und mit der Aufforderung, sich die XXL-Preisgarantie zu sichern, wendet sich die Billigtochter Eprimo des Energiekonzerns RWE gerade an ihre Kunden. Wenn die jetzt aber nicht das Kleingedruckte lesen, kann denen ganz schnell die Zeit davonlaufen. Eigentliches Ziel der vermeintlichen Werbesendung ist es nämlich, über eine Preiserhöhung zu informieren.

Und bei Preiserhöhungen haben die Kunden schließlich das Recht, von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Schade nur, wenn’s nicht gelesen wird und das Schreiben im Papierkorb landet. Unterm Strich bedeutet diese Erhöhung nämlich 120 Euro jährlich mehr für eine vierköpfige Familie. Das Vorgehen von Eprimo ist nicht verboten, obwohl der Anbieter haarscharf am unlauteren Wettbewerb vorbeisteuert. Mindestens 240 Anbieter verteuern zum Jahresende ihren Stromtarif. Und keiner von ihnen wird wohl die Kunden mit der Nase darauf stoßen, dass es anderswo billiger ist. Ergo: Es lohnt sich, in vermeintlicher Werbepost auch das Kleingedruckte zu lesen. Mehr dazu auf ZEIT ONLINE.

Titelbild: © chungking/Fotolia

 

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