Die Lebensversicherung als Altersvorsorge wird immer unattraktiver. Trauriger Höhepunkt ist die Senkung des Garantiezinses von 1,25 auf 0,9 Prozent ab Januar 2017. Die Fragen, welche Auswirkungen dies auf  Neu- und Bestandskunden hat, mehren sich. Hier folgen die Fakten:

Die Senkung des Garantiezinses betrifft in erster Linie Neukunden

Kunden, die im nächsten Jahr eine Lebensversicherung abschließen, wird nur noch ein Garantiezins von 0,9 Prozent gewährt. Der Kunde bekommt demnach nach Ablauf der Lebensversicherung ein niedrigeres Vermögen ausgezahlt.

Der Garantiezins ist nicht die einzige Verzinsung

Neben dem Garantiezins sind die Kunden noch an den Überschüssen beteiligt. Diese werden jedes Jahr vom Lebensversicherer neu festgelegt. Hinzu kommt ein Schlussüberschuss sowie die Beteiligung an den Bewertungsreserven des Anbieters, beides unterliegt gewissen Schwankungen. Alle diese Verzinsungen werden als Gesamtverzinsung des Vertrages zusammengefasst. Lediglich der Garantiezins bleibt in der gesamten Laufzeit konstant.

Der Abschluss einer Lebensversicherung lohnt sich doch

Generell gilt: Jegliche Form der Rentenversicherung trägt dazu bei das Langlebigkeitsrisiko des Kunden abzusichern. Produkte zur Altersversicherung haben demnach ihre “Daseinsberechtigung”, dies unterstreicht auch Karen Schmidt, Chefredakteurin der Versicherungszeitschrift Pfefferminzia.

Bestandskunden müssen nicht mit einem niedrigeren Garantiezins rechnen

Kunden, die bereits einen Lebensversicherung abgeschlossen haben, oder es noch vor Januar 2017 beabsichtigen, sind von der Senkung nicht betroffen. Der einmal zugesicherte Garantiezins bleibt auch weiterhin bestehen. Jedoch ist von sinkenden Überschüssen auszugehen. Eine Anpassung bestehender Verträge zur Betriebsrente wird hingenen von einigen Anbietern ins Auge gefasst.

Titelbild: © slonme

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