Seit beginn der Niedrigzinsphase stehen Lebensversicherungen als Altersvorsorge in der Kritik der Öffentlichkeit. Auch der Garantiezins soll nun daran glauben und auf unter einen Prozent herabgesetzt werden. Focus online ging aus diesem Grund gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Hamburg der Frage nach, ob es nicht sogar ratsam wäre die eigene Lebensversicherung zu kündigen.

Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg rät von einer pauschalen Kündigung des Vertrages ab. Vielmehr gelte es zu prüfen,in welcher Phase sich der Vertrag befindet. Ältere Lebensversicherungen können hiernach sogar noch von höheren Zinsen profitieren. Bei noch sehr jungen Verträgen sei eine Kündigung hingegen denkbar, da sie ohnehin weit geringere Zinsen einbrächten.

Die Verbraucherschützerin empfiehlt lieber das zeitweilige Aussetzen der Beitragszahlungen. In diesem Fall ruht der Vertrag und bleibt für einen festgelegten Zeitraum beitragsfrei. Damit erhält der Versicherte zwar nicht die gesamte Summe nach Auslaufen der Lebensversicherung, er sichert sich allerdings die im Vertrag vereinbarten Garantiezinsen. Um den Geldverlust so weit wie möglich einzudämmen, rät Castelló dazu die Stilllegung des Vertrages zeitlich möglichst gering zu halt und ein solches Vorhaben einer umfassenden Kalkulation zu unterziehen.

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 Titelbild: © slonme

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