“Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Kursziel für LVMH von 210 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung auf ‘Outperform’ belassen”, (aktiencheck.de/ 20.03.2017)

 

“Wenn die Louis-Vuitton-Handtasche dem Boss-Anzug hilft: Die guten Quartalszahlen des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH haben im selben Atemzug auch die Aktien des angeschlagenen MDAX-Titels Hugo Boss mit nach oben gezogen” (Der Aktionär / 11.10.2016)

 

“So etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben: Die Aktie von LVMH ist nach Bekanntgabe der Quartalszahlen zeitweise um über sieben Prozent ins Plus geschossen” (Der Aktionär / 27.07.2016)

Der weltweite Branchenführer LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE hat den Hype um Luxus-Aktien befeuert und steht seit Jahren im Aktien-Ralley-Modus. Vom Windschatten des Giganten profitiert auch die Konkurrenz. Der Franzose ist seit Jahren auf Wachstum gepolt und die Aktie überzeugt Anleger mit durchweg steigenden Zahlen. Fast schon gewohnt, legt die Unternehmensgruppe an Wert zu, mehr sogar als gestandene Analysten erwarten. LVMH wächst und stellt sich durch Übernahmen bekannter Modemarken immer breiter auf. Ganz vorn als Zugpferd an den Karren gespannt, steht das Modehaus Louis Vuitton. Seine Treue zu Tradition und exzellenter Qualität beflügelte den Börsenerfolg einer der mächtigsten Unternehmensgruppen der Welt. Hochwertige, nachhaltige Produkte 70 weltbekannter Marken, knapp 37,6 Milliarden Euro Umsatz für das Geschäftsjahr 2016 und ein globales Netz aus 3860 Läden. LVMH. Eine Investition, die sich nach Meinung der Börsen-Spezialisten lohnt.

Das “Rendite-Monster”: Rekordumsätze für das Geschäftsjahr 2016

Es geht unaufhaltsam weiter nach oben. Aufkäufe am laufenden Band und Gewinnsteigerungen, die jedem Aktionär Dollar-Zeichen in die Augen treiben, brachten dem Koloss aus Paris bereits den klangvollen Nahmen “Rendite-Monster” ein. Wieder einmal zogen die Umsatzzahlen an. Das Unternehmen hat jüngst ein Umsatz-Plus für das Geschäftsjahr 2016 von sechs Prozent ausgewiesen. Ein Anstieg von sieben Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Erlös für 2016: 37,6 Milliarden Euro.

“Outperform”: ein Attribut, das namhafte Analyse-Häuser der LVMH unlängst ausgestellt haben. Die Aktie performt besser als der Branchenindex. Die Empfehlung: Kaufen! Das steht auch für Mario Ortelli, Analyst von Bernstein Research, fest. “Die LVMH-Aktie gehöre wegen des anhaltenden soliden Geschäftswachstums zu seinen präferierten Aktien” (aktiencheck.de).

Louis Vuitton Moet Hennessy
Quelle: Aktiencheck.de

LVMH: Von der feindlichen Übernahme zur „Luxusgütermaschine“

1984 ging das Modehaus Louis Vuitton S. A. an die Börse und kaufte mit Hilfe des damit erwirtschafteten Kapitals erste Firmen auf: Den Champagner-Hersteller Veuve Clicquot, den Parfümhersteller Givenchy sowie das Kosmetik-Unternehmen Guerlain. Im Zuge der Expansion nach Asien gelang es dem Unternehmen bereits in den 70er Jahren sich aus dem Nischenmarkt herauszumanövrieren und sich im Luxus-Massenmarkt zu etablieren. Louis Vuitton avancierte bis Mitte der 80er Jahre zum unangefochtenen Global-Player der Modebranche. Ein beeindruckender Unternehmenswerdegang, von dessen Erfolg auch gewiefte Großunternehmer wie Bernard Arnault zu profitieren versuchten. Der Milliardär und Unternehmer, laut Forbes auf Platz 13 der reichsten Menschen der Welt, stieg 1986 als Investor ein und machte bald darauf deutlich auch ohne die Zustimmung des Aufsichtsrates das Unternehmen aufkaufen zu wollen.

Zum Schutz gegen eine feindliche Übernahme schloss sich die Luis Vuitton S.A. mit dem Spirituosenhersteller Moet Hennessy 1987 zur LVMH Unternehmensgruppe zusammen. Arnault gelang es dennoch durch massive Aktienaufkäufe sich an die Führungsspitze zu heben. Bereits 1985 wurde Arnault zum Mehrheitseigner der Christian Dior S.A. Der als Luxusjäger (ManagerMagazin 2006) bekannte Großunternehmer hatte die Gruppe in den Folgejahren zu einem regelrechten Luxusgiganten ausgebaut. Zur LVMH gehören heute neben Marken wie Christian Dior und Louis Vuitton auch Kenzo, Donna Karan, Fendi, Bulgari und Marc Jacobs. Im Jahr 2014 sorgten die Übernahmeversuche des Konkurrenten Hermès für einen großangelegten Rechtsstreit und mediales Aufsehen. Arnault ging im Ringen um den traditionsreichen Schmuckhersteller leer aus. Doch das Portefeuille des französischen Luxus-Konzerns wächst unaufhaltsam. Erstmals nennt er auch eine deutsche Marke sein Eigen. Der Kölner Kofferhersteller Rimowa, der seit Längerem lukrative Wachstumszahlen ausweist, agiert seit Herbst 2016 unter französischer Flagge.

Traditionelles Erbe: Louis Vuitton

Handwerk und Tradition verwoben mit avandgardistischer Raffinesse, dem Zeitgeist immer ein Stück voraus. Damit setzte sich Louis Vuitton, angefangen 1854 mit dem ersten Pariser Geschäft, an die Spitze internationaler Luxusmarken. Louis Vuitton drückte allen folgenden französischen Modemarken den Stempel auf: Französischer Luxus, traditionell, hochwertig und exklusiv.

Schrankkoffer, Hutschachteln, die weltbekannte Steamer Bag, Sonderanfertigungen wie den Koffer mit ausklappbaren Bett für ausgewählte Expeditionsreisende um die Jahrhundertwende, das Modell Noé oder die Papillon-Bag Mitte der 60er Jahre – alle Produkte zeichnen sich durch einen für die jeweilige Zeit innovativen Charakter aus und gehören mitunter heute noch zu den Verkaufsschlagern des Unternehmens.

Jedes Stück ist ein Unikat. Koffer und Handtaschen werden im Hause Vuitton noch heute per Hand gefertigt. Jeder einzelne Messingnagel wird mit dem Hammer eingeschlagen. Jahrelang gelagertes Pappelholz wird für den Rahmen und exotisches Sperrholz für die Leisten verwendet. In liebevoller Kleinarbeit nähen und kleben Mitarbeiter die Stoffe zusammen.

LIFE: Reduktion des ökologischen Fußabdrucks

Hinter dem wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe steht auch die Idee des verantwortungsvollen Umgangs mit der Umwelt und ihren Ressourcen. Bereits 2001 unterschrieb Arnault die Environmental Charter, die eine Unternehmensstrategie definierte und für alle Häuser verbindlich machte, um Produktionsprozesse mit den Anforderungen an die Umwelt in Einklang zu bringen.

Mit LIFE, LVMH Indicators For the Environment, wurde 2012 ein Programm geschaffen, womit in allen Häusern konkrete Maßnahmen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks implementiert worden sind.

“The LIFE program structures our initiatives and focuses them on shared priority areas and objectives to enhance our environmental performance. It creates new foundations and a new starting point designed to drive creative momentum at our Houses while reinforcing links and points of convergence to address the pivotal environmental challenges facing LVMH. (Antonio Belloni, LVMH Group Managing Director)

So haben sich das italienischer Modehaus Loro Piana und der schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer der erneuerbaren Energie verschrieben. Loro Piano hat eigens Photovoltaik-Anlagen auf einer Fläche von insgesamt 11.000 qm errichten lassen, um dem CO2-Ausstoß durch eine zunehmend stärkere Nutzung von Solar-Energie entgegenzuwirken. Das Holz für Fässer von Hennessy stammt aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft und in Pariser Filialen von Guérlain können beispielsweise Kunden ihr Pflegeprodukt “Orchidée Impériale” auffüllen lassen und damit ihren persönlichen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten.

Soziales Engagement: Make a promise

Die französische Luxusmarke hat sich mit UNICEF zusammengeschlossen und gemeinsam ein kleines Schloss kreiert, dessen Erlös Kindern in Not zu Gute kommt. 200 Euro werden bei jedem Kauf unter Angabe des Käufernamens direkt an die Organisation gespendet.

Parallel dazu startete Louis Vuitton eine Social-Media-Initiative namens #makeapromise. Teilnehmer werden dazu aufgefordert, das Versprechen in Form eines eingehakten kleinen Fingers zu besiegeln und in den Netzwerken zu verbreiten. Die Geste ist bekannt unter der Bezeichnung „Pinky Promise“ und soll an vergangene Kindertage erinnern.

„Wenn Kinder ein Versprechen geben, meinen sie es ernst. Diese Versprechen kommen direkt von Herzen. Die Geste der eingehakten kleinen Finger ist eine natürliche und ehrliche Art, Versprechen zu besiegeln und mit jemand Nahestehendem zu teilen.” (Michael Burke, Chairman und CEO von LV)

 

Das soziale Engagement beschränkt sich allerding nicht nur auf Kinder in Not. Auch für die Rechte von Frauen hat sich Louis Vuitton zusammen mit den Häusern der LVMH öffentlich verpflichtet. Mit der Unterzeichnung der Charta der „United Nations’ global agreement on “Women’s Empowerment Principles” (WEP) hat sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, Frauen in Führungspositionen zu stärken, entsprechend des Leitgedankens, Männern und Frauen die Möglichkeiten zu schaffen, ihr Potential bestmöglich zu entfalten.

Dein Geld kann Mehr

Die LVMH Aktiengesellschaft blickt auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück. Stetig wachsende Umsatzzahlen in den vergangenen drei Jahren führten zu einer Verdopplung des Wertes der LVMH Aktie. Die aktuelle Kursperformance im Zeitraum von drei Jahren können Sie hier entnehmen. Kennzahlen zur gegenwärtigen Börsen-Performance sind hier zu finden. Die Aktie wird im Index Eurostoxx 500 erfasst, der die 50 kapitalstärksten Aktiengesellschaften der Eurozone vereint.

Titelbild: By zoetnet (Flickr) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons,  Beitragsbild: By Unknown – Zoot Online, Public Domain/Wikimedia

Video 1: CNNMoney

Video 2: LouisVuitton

Ihre Meinung zu diesem Beitrag?

Please enter your comment!
Please enter your name here