Ob sich die Zahlen bald wieder ändern werden? Die Uni Würzburg hat herausgefunden, dass das Vertrauen in die Medien in Deutschland Ende 2016 sprunghaft angestiegen ist. Vor allem bei Menschen, die politisch an den Rändern stehen. Das ist erstaunlich, setzen sich doch die Diskussionen anlässlich der aktuellen politischen Entwicklungen weltweit fort.

Die Statistik ergibt sich aus Umfragedaten im Eurobarometer der Europäischen Kommission, die die Universität ausgewertet hat. 50 Prozent der Deutschen sind demnach der Überzeugung, die öffentlich-rechtlichen Medien seien frei von politischem Druck. 72 Prozent denken, dass die nationalen Medien vertrauenswürdige Informationen bieten. Im Vergleich dazu denken dies in Europa im Durchschnitt nur 53 Prozent.

Vertrauen in die Medien
Vertrauen in die Medien

Sind wir Deutschen naiv?

Michael Haller, Philosoph und Journalist sagt dazu auf dem European Journalism Observatory:

Mein Fazit: Die mit Demoskopie nach dem Muster des Eurobarometers ermittelten Befunde zum Thema „Vertrauen in die Medien“ sind Artefakte. Ihre Validität ist kaum größer als es seinerzeit das Orakel von Delphi war.

Schaut man sich die Ergebnisse der Umfrage “Generation What” an, eine Umfrage unter 18- bis  34-jährigen jungen Menschen in Europa, so trauen nur 31 Prozent der jungen Deutschen den Medien “eher” oder “völlig.” Nur ein Prozent allerdings traut der Politik – ein wirklich schlechtes Zeugnis. Unser Nachwuchs ist also eher skeptisch als naiv. Das lässt hoffen.

Titelbild: © fotolia/Ulia Koltyrina

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