Dem Gedanken an den eigenen Tod können sich nicht alle stellen. Diejenigen die dies tun und mit einer Patientenverfügung so weit es geht die Kontrolle behalten möchten, müssen sich dabei klar äußern. Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil im Juli 2016 bestätigt, dass die Wünsche und Anweisungen in Patientenverfügungen eindeutig formuliert werden müssen. So reicht es zum Beispiel nicht aus die Einstellung von lebenserhaltenden Maßnahmen zu fordern, ohne diese näher zu definieren. Die künstliche Ernährung sowie die maschinelle Beatmung fallen beide in die Kategorie der lebenserhaltenden Maßnahmen, haben bei ihrer Einstellung jedoch unterschiedliche Konsequenzen – vor allem im Hinblick auf die Zeit.

So bleibt der letzte Wille, Ihr letzter Wille

 

Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, empfiehlt es sich früh mit dem Aufsetzen einer Patientenverfügung zu beginnen. Gültig sind die entsprechenden Schriften nur, wenn sie von Ihnen unterschrieben sind. Es ist auch möglich eine Patientenverfügung komplett handschriftlich zu verfassen und zu unterschreiben. Wichtig ist vor allem, dass die Wünsche so formuliert werden, sodass keinerlei Zweifel bei der Art der Umsetzung aufkommen können. So können auch konkrete Fallbeispiele genannt und Erkrankungen in der Patientenverfügung beschrieben werden. Da sich nicht alle möglichen Fälle planen lassen, empfiehlt es sich einem nahen Verwandten oder engen Vertrauten eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung auszustellen. Besprechen Sie mit dieser Person vorher, welche Vorstellungen Sie haben und informieren Sie sie darüber, dass sie über eine Vollmacht verfügt.

Konkrete Unterstützung in Bezug auf die Patientenverfügung bieten Rechtsschutzversicherer und Ärzte.

 

Titelbild: ©Sergey Nivens / Fotolia.com

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