“Globalisierung ist sicher das am meisten gebrauchte – missbrauchte – und am seltensten definierte, wahrscheinlich missverständlichste, nebulöseste und politisch wirkungsvollste (Schlag- und Streit-)Wort der letzten, aber auch der kommenden Jahre.”
Prof. Dr. Ulrich Beck, Soziologe

Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der globalen Ökonomie – kurz: dem Welthandel – gibt, ist unbestritten.  Jason Hickel, Antrophologe an der London School of Economics, geht in in der Zeitschrift theguardian sogar noch einen Schritt weiter und behauptet: “To deal with climate change we need a new financial system”. Als schuldig am Problem sieht Hickel nicht die fossilen Brennstoffe, sondern das unaufhaltsame Wirtschaftswachstum. Das Finanz- und Wirtschaftssystem müsse seiner Meinung nach neu gestaltet werden. Wie? Also mit neuem Finanzsystem gegen Erderwärmung? Dazu lässt sich Nickel auf ein interessantes und visionäres Gedankenspiel ein.

“When it comes to global warming, we know that the real problem is not just fossil fuels – it is the logic of endless growth that is built into our economic system. (…) How can we redesign the global economy to bring it in line with the principles of ecology?

Er schlägt vor das Bruttoinlandsprodukt als Maß für Wirtschaftswachstum durch “nachdenklichere” Indikatoren zu ersetzen, die den ökonomischen Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt ausweisen. Wie dies konkret aussehen soll, lässt Hickel allerdings offen. Dafür schlägt er ein völlig neues Währungssystem vor, das nicht auf Schulden basiert – das “positive money system”. Ein interessantes Gedanken-Experiment, das zum Nachdenken anregt. Zum Original-Beitrag.

 

Titelbild: @Viktor