2014 schwappte sie über die ganze Welt, die Ice Bucket Challenge. Eine lustige Aktion mit ernstem Hintergrund. Die Initiatoren wollten auf die Krankheit ALS aufmerksam machen und sammelten in der Folge mehr als 90 Millionen Dollar Spendengelder ein.

Die öffentliche Welle ist abgeebbt, die Krankheit geblieben. Sie schlägt nur selten zu, immer aber tödlich. Von 100 000 Menschen erkranken pro Jahr etwa ein bis drei. In Deutschland erregte kürzlich die Münchner Gastronomin Nina Zacher Aufsehen. Sie leidet seit 2012 an ALS. Noch im Herbst 2015 war sie in Talkshows aufgetreten und hatte auf Facebook Videos veröffentlicht. Die Mutter von vier Kindern befindet sich inzwischen im Endstadium der Krankheit. Kürzlich verabschiedete sie sich in einem ergreifenden Post von ihren fast 40 000 Facebook-Followern (Nina Zacher auf Facebook).

Nach der Diagnose bleiben meist nur drei bis fünf Lebensjahre. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. So lebt der weltbekannte Physiker Stephen Hawking seit nunmehr 50 Jahren mit ALS. Ihm wurde die Krankheit als 21-jähriger Student eröffnet.

Der Alltag nimmt keine Rücksicht.

ALS ist eine wahre Horrorkrankheit. Der Körper wird zunehmend gelähmt, doch der Kopf bleibt klar bis zum bitteren Ende. So erleben die Patienten, dass der Alltag um sie herum gnadenlos weitergeht. Die Kinder gehen zur Schule, der Partner zur Arbeit. Doch die Mehrbelastung ist enorm. Schwerkranke müssen intensiv versorgt werden. Dazu braucht es Pflegedienste oder Unterstützung im Haushalt, oft auch Umbauten in der Wohnung. Vielleicht möchte der Partner beruflich kürzertreten, um mehr Zeit für Krankenpflege zu haben. Aber kann man sich das leisten? Unter diesen Umständen ist ein „normales” Familienleben wie in sorglosen früheren Zeiten ist kaum mehr möglich.

Gesundheitliche Schicksalsschläge sind keineswegs selten. Fast jeder Dritte über 35 Jahre erkrankt vor der Rente so schwer, dass sein Leben komplett neu gestaltet werden muss. Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt sind häufige Ursachen. Mehr als eine Million Menschen trifft es jährlich, die meisten völlig unvorbereitet. Sie fragen sich: „Warum gerade ich?“ Erst recht, wenn sie erleben, dass aus der Krankheit auch ein finanzielles Problem wird. Zum Beispiel, weil der Arbeitsplatz verloren geht. Oder weil teure Therapien selbst bezahlt werden müssen. Bei Selbständigen ist oft auch der Betrieb gefährdet. Und immer sind in einer Kettenreaktion auch die Angehörigen betroffen.

Viel Geld hilft viel.

Versicherungen bieten zumindest für die finanzielle Seite des Problems eine Lösung, sogenannte Dread-Disease-Versicherungen. Sie zahlen bei schweren Krankheiten eine vereinbarte Versicherungssumme aus, über die frei verfügt werden kann. Die Betroffenen und ihre Familien können sich damit vieles leisten, was ohne die einmalige Geldspritze unmöglich wäre:

  • Sicherung des Lebensstandards
  • Versorgung von Kindern und Familie
  • Tilgung von Darlehen
  • Teure medizinische Therapien
  • Behandlung durch Spezialisten
  • Besondere Medikamente und Reha-Maßnahmen
  • Auszeit oder Teilzeit im Beruf
  • Umbaumaßnahmen im Haus oder beim Fahrzeug
  • Haushaltshilfen oder Pflegedienste
  • Finanzielle Überbrückung für Unternehmen

Interessant sind Dread-Disease-Versicherungen für alle, die wegen Vorerkrankungen keine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit bekommen. Aber auch als Ergänzung, um im Ernstfall finanzielle Spielräume zu gewinnen. Oder zur Absicherung von Unternehmen, wenn der Chef ausfällt. In England und USA sind die Policen weit verbreitet. In Deutschland werden sie bisher nur von wenigen Gesellschaften angeboten. Doch die Bedeutung wächst angesichts des Rückzugs des Staates aus vielen Bereichen der Absicherung.

Bis zum bitteren Ende.

ALS führt zu einer fortschreitenden Lähmung des ganzen Körpers. Im Endstadium wird die Nahrungsaufnahme unmöglich, schließlich auch die Atmung, der Patient erstickt. Allein dieses Wissen führt bereits zu „Angstschüben“, wie der 2007 an ALS verstorbene Maler Jörg Immendorf berichtete. Auch Nina Zacher wird vielleicht schon bald sterben. Dennoch wohnt in jedem Schrecken auch ein Trost: „Wem ein früher Tod droht, der begreift, welchen Wert das Leben hat.“ So Stephen Hawking in seiner soeben erschienenen Autobiografie.

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Titelbild: ©Natalia_Kollegova / pixabay.com

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