Die sprachgesteuerten Helfer von Amazon, Apple, Google und co. sind auf den Vormarsch. Über 8 Millionen Amazon Echos wurden bereits in den USA verkauft. Über 250.000 Menschen haben der körperlosen Stimme von Alexa einen Heiratsantrag gemacht. Doch Alexa scheint überzeugter Single zu sein.

Sie hören alles. Aber verstehen sie es auch?

Schon über 28 Millionen Deutsche haben die Dienste von digitalen Sprachassistenten genutzt. Doch nicht jeder war dabei erfolgreich. Während Siri, Google Now und Amazon Echo englische Befehle wunderbar verstehen, sieht das in Deutschland oder China schon anders aus.

Rund 1,3 Milliarden Menschen sprechen Chinesisch. Aber: Chinesisch ist nicht gleich Chinesisch.  In China unterteilt sich die Sprache unter anderem in Mandarin, Wu, Yue oder Min. Und diese Sprachen untergliedern sich jeweils noch in Dialekte. Insgesamt 300! Da stößt die Technik an ihre Grenzen.

28 Dialekte in Deutschland

Dasselbe Problem besteht auch in Deutschland. Obwohl hier nur 28 verschiedene Dialekte gesprochen werden, reicht das aus, um Siri und Co. zu verwirren. Auf ein „Alexa, sog moi, wia werd moang des Weda?“, werden Sie wahrscheinlich keine Antwort bekommen. Vor allem beim Schwaben-Dialekt sowie dem hessischen Akzent kommen die kleinen Geräte mit der künstlichen Intelligenz oft ins Stolpern.

Ständig überwacht von Alexa & Co.?

Neben der Nützlichkeit der Sprachassistenten, stellen sich Datenschützer natürlich die Frage nach der Datentransparenz: Was tun die digitalen Assistenten mit unseren Daten? Werden wir die ganze Zeit überwacht? Wird unser Gesprochenes aufgenommen und gespeichert? Wenn ja, wo? Wie lang? Und vor allem: Warum?

Um den digitalen Helfer nutzen zu können, muss der Anwender zunächst den Sprachassistent mit dem WLAN verbinden und mit dem Smartphone koppeln. Dabei erhält der Anbieter des digitalen Guides Zugriff auf die IP-Adresse und vermutlich auch auf weitere Daten des Nutzers, wie zum Beispiel den Kontakten. Bei getätigten Spracheingaben, werden diese auf eine Cloud ausgelagert.

Zustimmung erforderlich

Um Alexa’s und Siri’s Funktionen nutzen zu können, muss der Nutzer seine Einwilligung geben, dass seine personenbezogenen Daten übermittelt werden. Danach stehen die sprachgesteuerten Geräte dauerhaft zur Verfügung- und zeichnen dauerhaft auf, um ihr Aktivierungswort mitzubekommen.

Wer im Büro ebenfalls von einem Sprachassistent Gebrauch macht, sollte zumindest die „Dauerhafte Mithörfunktion“ ausschalten.

Dein Geld kann mehr

Wer bei der Nutzung von Sprachassistenten ein ungutes Bauchgefühl hat, dennoch nicht auf deren Mehrwert verzichten will, den beruhigt vielleicht der Abschluss einer Cyber-Versicherung. Im Internet finden sich viele Versicherungsanbieter, die einen Schutz vor Hackerangriffen, Datenmissbrauch, Datenverlust und den gefürchteten Denial-of-Service-Attacken anbieten.

Titelbild: © bogitw/Pixabay

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