Snapchat ist auch in Deutschland auf Erfolgskurs, doch für die meisten über 25-Jährigen ist dieses soziale Netzwerk ein Mysterium. Es ist anders, als das was wir bereits kennen. Öffnet man die App, wird man direkt zum aktiven Handeln aufgefordert, anstatt zuerst die Updates der Freunde zu checken. Auch die Bedienung scheint beim ersten Benutzen verwirrend zu sein, doch in Wirklichkeit ist sie so einfach wie selten.

Neue Werbewege

Weil Snapchat anders als bisher bekannte soziale Netzwerke ist, müssen Unternehmen Werbekampagnen neu überdenken und übermitteln. Werbende haben pro „Snap“ bis zu zehn Sekunden Zeit, um ihre potentiellen Kunden zu überzeugen. In der noch frühen Phase ist es Werbetreibenden jetzt noch relativ günstig möglich, neue Wege der Kundenkommunikation auszutesten.

Mit gesponserten Linsen und Filtern geht Snapchat neue Werbewege, bei denen die Nutzer und ihre Geschichten selbst zur Werbefläche werden.

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In den USA hat Snapchat bei Jugendlichen bereits Instagram überholt und in Deutschland nutzen es User zwischen 10 und 19 Jahren häufiger als Facebook. Für die Nutzer ist es eine einfache und schnelle Form der modernen Kommunikation. Es muss kein aufwendiges Video gedreht werden oder ein langes Statusupdate abgetippt werden. Und man muss sich keine Gedanken machen, dass Freunde oder potentielle Chefs peinliche, alte Uploads finden, denn nach 24 Stunden werden alle „Snaps“ gelöscht.

“Snapchat ist echt.“

Nutzer erhalten keine Werbung oder Vorschläge, welchen anderen Nutzer sie folgen können, denn es gibt keine Algorithmen, die ihr Nutzungsverhalten berechnen. Auch sind das Speichern und minutiöses Vorausplanen von „Postings“ nicht möglich.

Werbetreibende können eigene Accounts erstellen oder sich mit reichweitenstarken Snappern zusammenschließen, um für ihre Produkte zu werben. Unternehmen müssen zudem beachten, dass alle „Storys“ nur 24 Stunden online sind und somit regelmäßig neuer Content produziert werden muss.

Zwar steht Snapchat noch am Beginn, aber Experten raten, dass Werbetreibende schon jetzt auf den neuen und innovativen Zug aufspringen und einen Teil ihres Mediabudgets frühzeitig in diese neue Plattform investieren sollten.

Bilder: Snapchat

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