Die Idee ist innovativ und überzeugt, das Geschäftsmodell scheint tragfähig zu sein und auch der Businessplan steht. Was jetzt noch fehlt, ist die richtige Strategie zur Finanzierung. Crowdfounding oder der klassische Bankkredit sind nur eine Möglichkeit. Gründern, die das Geschäftsrisiko nicht allein tragen möchten, bietet sich die Unterstützung durch Inkubatoren, Accelerator-Programme, Business-Angels oder Venture-Kapital an.

Die grundlegende Frage, die sich Gründer vor der Investoren-Suche stellen sollten, ist, ob sie bereit sind, einen Teil Ihres Unternehmens und ihrer Idee an Dritte abzutreten. Inkubatoren unterstützen das Startup nämlich nicht nur mit Geld, sondern auch mit dem nötigen Know-How. Im Gegenzug erhalten sie Mitspracherecht bei allen Entwicklungsprozessen und entscheiden schließlich darüber, wann es zum anvisierten Exit kommt. Der Begriff Exit bezeichnet den Ausstieg eines Investors aus dem Unternehmen. Er tritt seine Anteile in der Regel an Dritte ab.

Inkubatoren:

Inkubatoren sind Unternehmen, auch als Company-Builder bezeichnet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, junge Startups unter ihre Fittiche zu nehmen und so lange zu mit ihnen zu brüten, bis sie reif genug sind, um zum “Exit” freigegeben zu werden. Inkubatoren beraten, stellen finanzielle Mittel, mitunter auch Büroräume zur Verfügung. So lange, bis sie an ein anderes Unternehmen verkauft werden können. Bekannte Inkubatoren:

Accelerator:

Die so genannten “Beschleuniger” sind den Inkubatoren in vielen Punkten ähnlich. Der Unterschied liegt hierbei in den Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung eines Startups. Unternehmen fungieren als Berater über einen festgesetzten Zeitraum – in der Regel wenige Monate. Wie in einer Art “Bootcamp” werden Startups bis zur Reife mit dem nötigen Know-how angefüttert. Es handelt sich also um eine programmatische Form des Company Builders.

Business-Angel:

Unter dem Begriff sind erfolgreiche Unternehmer zu verstehen, denen es bereits gelungen ist, ihr Startup zu verkaufen. Hohes Eigenkapital, jede Menge Gründererfahrung und ein weit verzweigtes Netzwerk machen sie für Neu-Gründer besonders attraktiv. Einer von ihnen also. Der es geschafft hat. Wo können Gründer Business-Angels kennenlernen? Genau hier:

Business Angels Netzwerk Deutschland e.V.

Venture-Kapital:

Das Geld kommt von Beteiligungsgesellschaften, die sich darauf spezialisiert haben, ihr Risikokapital in Startups zu investieren. Ebenso wie Inkubatoren verdienen sie am Exit, dem Verkauf. Darüber hinaus stellen sie Neu-Gründern ihr betriebswirtschaftliches Wissen zur Verfügung. Bekannteste Beteiligungsunternehmen:

Dein Geld kann mehr

Selbst zum Investor werden können Verbraucher auf Crowdfunding-Plattformen. Die Seite Crowdfunding.de stellt Interessenten dafür umfassende Informationen zur Verfügung. Ein verhältnismäßig kleines Mindestinvestment ermöglicht eine Beteiligung an verschiedenen Unternehmen. Mit dem Ausbau eines breiten Portfolios wird das Risiko gestreut und damit reduziert.

Auf Seiten wie companisto.com können Investoren zum Beispiel zwischen zwei Investment-Formen wählen: Die Beteiligung über eine Gewinnbeteiligung am Erlös durch den Exit oder über eine regelmäßige Festverzinsung.

Titelbild: ©LuckyImages

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