Und jährlich grüßt das Murmeltier, wenn die Zeit für die lästige Steuererklärung kommt. Dennoch sollte sie für jeden Arbeitnehmer zur Pflicht gehören. Im Schnitt bekommen sie zwischen 800 und 900 Euro zurückerstattet. Auch höhere Beträge von 2.000 Euro und mehr sind keine Seltenheit. Umso sinnvoller ist es, sich bereits jetzt für die Steuererklärung im nächsten Jahr vorzubereiten.

Bester Zeitpunkt für die Steuererklärung …

… ist der Januar und der Februar. Auch wenn die Frist erst am ersten Juni endet, bearbeitet das Finanzamt die Erklärungen in der Reihenfolge der Eingänge. Warten sie bis April oder Mai, müssen sie lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Bei einer Abgabe nach dem ersten Juni wird eine Versäumnisgebühr fällig, sofern die Erklärung ohne Steuerberater gemacht wird. Diese kann bis zu zehn Prozent der fälligen Einkommenssteuer und maximal 25.000 Euro pro Jahr ausmachen. Eine formlose Fristverlängerung bei dem zuständigen Finanzamt verhilft zu einem Aufschub bis zum Sommer oder Herbst.

Steuererklärung nur für Selbständige?

Ein fataler Fehler. Auch wenn ‘normal angestellte’ und ledige Arbeitnehmer (Steuerklasse 1) ihre Lohnsteuer bereits monatlich entrichten und somit keine Erklärung abgeben müssen, sollten diese immerhin eine vereinfachte Steuererklärung abgeben. Denn sie bekommen möglicherweise einen Teilbetrag zurückerstattet. Bei einer freiwilligen Erklärung entfällt der Fristzeitraum und sie können sogar Steuererklärungen der letzten vier Jahre einreichen. Dieser Fall trifft vor allem dann ein, wenn das Einkommen schwankt oder sie innerhalb eines laufenden Jahres von einer Teilzeit- in eine Vollzeitstelle wechselten.

Eine Steuererklärung ist dann Pflicht, wenn Sie staatliche Leistungen wie Krankengeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld beziehen. Auch eine Heirat und der Wechsel in die Lohnsteuerklassen 3 oder 5 macht eine Steuerklärung unausweichlich. Hinzu kommen Einnahmen aus einer Vermietung oder einem Gewerbe.

Steuerberater oder Steuersoftware?

Egal ob Firmenneugründer oder Freelancer: In beiden Fällen empfiehlt es sich, gleich einen Steuerberater hinzuzuziehen. So verzweifeln sie nicht am mittlerweile recht komplizierten Steuerrecht und zahlen bei einer eigenständigen Steuerklärung möglicherweise auch noch drauf.

Natürlich sollten Sie niemals den erstbesten Berater wählen, sondern einen Experten, zu dem Sie Vertrauen haben. Beantwortete der Steuerberater die Fragen bei einem Erstgespräch zufriedenstellend? Dann hat er auch Ahnung von der jeweiligen Branche, in der Sie tätig sind.

Wird die eigenhändige Steuererklärung dennoch vorgezogen, sollten sie unterstützend gute Steuersoftware verwenden. Eine Übersicht über die besten Programme finden sie hier.

Titelbild: © Grigory Bruev

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