Noch etwas über einen Monat, dann ist sie wieder fällig: Die Steuererklärung 2017. Und ehrlich: Wer tut es gerne? Wer kennt sich wirklich aus? Doch jeder sollte es tun, denn es lohnt sich! Jedenfalls verschenken die Deutschen jedes Jahr Millionen, weil sie keine Steuererklärung abgeben oder abzugsfähige Posten nicht aufführen, so die DATEV. Und das bei der horrenden Steuerbelastung, die in Deutschland auch mittlere Einkommen betrifft. Gut zu wissen: Auch Versicherungsprämien können bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Riester und Rürup: Vorteile nicht verschenken

Das betrifft konkret Versicherungen, die der Vorsorge dienen und Beiträge, die für die Absicherung des Vermögens und der Gesundheit gezahlt werden. Dazu zählen zum Beispiel die Riester- und die Rürup-Rente. Hier auch nicht vergessen, die staatlichen Zuschüsse zu beantragen. Denn hier verschenken viele Menschen Geld, das Riester doch erst interessant macht. Insgesamt vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens müssen eingesetzt werden, um die volle staatliche Zulage zu bekommen.

Jahreshöchstgrenzen beachten

Außerdem lassen sich gezahlte Prämien für Haftpflicht-, Unfall- und die Kfz-Haftpflichtversicherung anrechnen. Sofern die jährlichen Beitragszahlungen für Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung unterhalb der Höchstgrenze liegen, können auch Rechtsschutz-, Zahnzusatz- und Krankenversicherungen steuerlich geltend gemacht werden. Für Beamte und Angestellte liegt die Grenze bei 1.900 Euro, für Selbständige bei 2.800 Euro. Die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge für Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen orientiert sich ebenfalls an den genannten Jahreshöchstgrenzen.

Selbst wenn all dies bekannt ist, bleibt eine Steuererklärung doch ein komplexe Angelegenheit. Steuerprogramme versprechen Abhilfe, doch wie gut sind sie eigentlich?

Wie hilfreich sind Steuerprogramme?

Die Stiftung Warentest hat aktuell Programme getestet, mit denen die Steuererklärung und auch der Lohnsteuer-Jahresausgleich gemacht werden können. Besser als Papier – aber ein “Sehr gut” bekam kein Programm. Das meistgenutzte Programm des Anbieters Buhl Data schnitt auch am besten ab. Leider gibt es auch Programme, die falsch abrechnen und verschiedene Posten gar nicht abfragen. Den kompletten Test gibt es kostenpflichtig hier. Die gute Nachricht: Anders als bisher können Fehler in der elektronisch abgegebenen Steuererklärung korrigiert werden. Das hat der Bundesfinanzhof gerade entschieden.

Also, dann mal los mit dem Steuern sparen!

Titelbild: shaiith

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