Gleich zwei gute Nachrichten auf einmal: Das Ozonloch hat sich verkleinert. Das liegt nicht nur an dem Verbot der Verwendung ozonzerstörender Chemikalien, wie etwa FCKW, sondern auch daran, dass sich Menschen mehr und mehr Gedanken darüber machen, wie sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Und: Die Zahl der Haushalte, die ein Fahrrad besitzen, nimmt stetig zu. Waren es im Jahr 2005 bereits 68 Millionen, ist die Anzahl 2015 auf 72 Millionen gestiegen. Beides sind bereits sehr gute Gründe, den Weg zur Arbeit ebenfalls mit dem Rad zurückzulegen und das Auto stehen zu lassen. Was dem Ganzen die Krone aufsetzt? Der Drahtesel lässt sich als Dienstfahrzeug sogar von der Steuer absetzen!

Umweltschutz first

Vor kurzem hieß es zwar, dass die Ozonschicht über der Antarktis besorgniserregend dünn sei. Das lag laut Forschern allerdings an einem Vulkanausbruch in Chile. Generell ist das Ozonloch nämlich kleiner und nicht größer geworden. Rund 30 Jahre ist es her, dass der Einsatz ozonzerstörender Chemikalien verboten wurde. Obwohl noch immer eine Vielzahl bedenklicher und umweltgefährdender Prozesse zu unserem Alltag zählen, scheint sich Mutter Erde langsam zu regenerieren, das berichten Forscher aus den USA und Großbritannien. Und sicherlich geht diese positive Entwicklung auch auf das Konto der Fahrradfahrer, die laut Fahrrad-Monitor 2015 ihren Drahtesel regelmäßig nutzen. Immerhin 38 Prozent legen damit nicht nur für einen Wochenendausflug zahlreiche Kilometer zurück und tragen damit effektiv zum Schutz der Umwelt bei. Ein weiterer positiver Effekt ist natürlich die sportliche Betätigung. Gerade für Personen, die keine Lust auf Fitnesskurse haben, kann regelmäßiges Fahren restliche schweißtreibende Aktivitäten überflüssig machen, denn der durchschnittliche Energieverbrauch pro Stunde liegt bei 800 Kalorien.

Hier finden Sie weitere interessante Fakten zur Fahrradnutzung in Deutschland.

Steuervorteil second

Und wie lässt sich mit dem Fahrrad auch noch ein steuerlicher Vorteil erzielen? Indem man seinem Chef verdeutlicht, dass man seine Dienstwege lieber mit dem Fahrrad als mit einem Dienstwagen zurücklegen möchte. Denn für Räder gilt seit 2012 der gleiche Steuervorteil wie für ein Auto. Für Letzteres fallen allerdings wesentlich höhere Kosten, wie zum Beispiel Versicherung, Leasing-Raten, Benzin und auch teure Winterreifen an. Bei der zusätzlichen privaten Nutzung, wie zum Beispiel die Fahrt in den Urlaub, versteuert der Arbeitnehmer dann den geldwerten Vorteil. Und das gilt natürlich ebenfalls für den Heimweg oder die Fahrt zum Supermarkt.

Der Steuervorteil bei einem hochwertigen Fahrrad sieht dagegen so aus:

Bruttolisten-Neupreis liegt bei 3000 Euro

Der geldwerte Vorteil würde im Rahmen der Ein-Prozent-Regelung 30 Euro betragen und müsste versteuert werden

Der Arbeitsweg muss, anders als beim Auto, nicht mit einbezogen werden

Chef bleibt Chef!

Und das heißt wie immer: Er darf entscheiden! Daher wählt natürlich auch er das jeweilige Modell des Fahrrads aus und entscheidet, welche Ausstattung dieses haben sollte. Übrigens sind selbst E-Bikes absetzbar. Einzige Ausnahme sind Pedelecs, die schneller als 45 Kilometer pro Stunde fahren. Stellt sich der Arbeitgeber dennoch quer oder will die Kosten nur zu einem gewissen Teil übernehmen, kann stattdessen auch mehr Gehalt gezahlt werden. Somit würde die Leasingrate direkt vom Gehalt abgezogen werden und dem Chef keinen Cent extra kosten. Und selbst das zu versteuernde Gehalt des Arbeitnehmers sinkt.

Titelbild: © ekostsov

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