Online-Shops und Einzelhandel sind gerade die besten Freunde. Dafür gibt es ja aber auch lokale Online-Marktplätze, wie Locafox und Simply Local. Mit ihrem Zusammenschluss wollen sie Nutzern über eine gemeinsame Plattform über 50 Millionen Angebote aus über 3.100 Geschäften und 15 Städten anbieten und den Offline mit dem Online-Handel versöhnen. Aber ist das Prinzip “Click & Collect” wirklich so einfach und vor allem günstiger?

Local-Shopping at it’s best?

Um den Online- mit dem Offline-Handel noch stärker zu verschmelzen und die beiden Marktplätze für lokale Händler, Kunden und Verlage noch bekannter zu machen, machen beide Marktplätze ab jetzt “gemeinsame Sache”.

In naher Zukunft soll ihr Angebot rund 50 Millionen Produkte umfassen. Das Prinzip bleibt das gleiche: Verbraucher suchen nach Produkten in Geschäften, die in ihrer Nähe sind, können Preise vergleichen und den Artikel zur Abholung reservieren. Und inwiefern mischen auch Verlage dabei mit? Die Medienhäuser beziehungsweise Kooperationspartner sind dabei behilflich, das Vertriebsnetzwerk weiter auszubauen und die neuen sowie alten Händler in Sonderbeilagen zu vermarkten.

Die bisher konkurrierenden Unternehmen haben ihre jeweiligen Händlerportfolios miteinander verknüpft und somit um einige Funktionen erweitert.

Problem: Porto und Spontankäufe

Natürlich gibt es bei all dem Süßholzgeraspel auch eine negative Seite. Und die beginnt eben da, wo gerade der Offline-Handel gar nicht mehr gut weg kommt. Dabei hätte der es doch so dringend nötig!

Aus einem Test der Internet-Wirtschaftszeitung INTERNET WORLD Business (aus dem Jahr 2014) ging folgendes hervor:

Hat man seinen Wunschartikel reserviert und will ihn zeitnah in der Filiale abholen, muss der Kunde, sofern der jeweilige Shop einen Mindestbestellwert festgelegt hat, mit Portokosten rechnen. Und bedenkt man, dass Online-Bestellungen häufig nach 24 bis 48 Stunden in den Händen gehalten werden können, sind die angeblich vorrätigen Produkte noch gar nicht an Ort und Stelle, sondern häufig in einem Zentrallager untergebracht. Die Wartezeit hat sich nach der Reservierung also noch um bis zu drei Tage verzögert.

Noch fragwürdiger war der Testkauf bei der Buchhandelskette Hugendubel. “Normale” Kunden, die ein nicht verfügbares Buch bestellten, konnten dieses nach spätestens 24 Stunden abholen. Der “Click & Collect”-Kunde dagegen musste sich drei Tage gedulden.

Aber für einen besseren Service ist es ja zum Glück noch nicht zu spät!

Titelbild: © fotolia/inactivedesign

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