Als luxuriöses Fashion-Label beweist Valentino, dass der Gedanke von Nachhaltigkeit bis in die Welt der Reichen und Schönen vorgedrungen ist. Der Modekonzern ist heute einer der tragenden Säulen der DETOX-Kampagne, die Greenpeace schon 2014 lancierte. Ziel ist es, schädliche Chemikalien im Produktionskreis aus allen Kleidungsstücken zu entfernen.

Vertrauensvorsprung für Handmade

Exklusive Marken zehrten lange von einem exzellenten Image, das bei hochwertigen, handgemachten Luxusartikeln mitschwingt. Aber nicht nur die Masse der Stangenware, sondern auch die glamouröse Welt der Laufstege hinterlässt einen immensen ökologischen Fußabdruck. Im Spannungsfeld zwischen Exklusivität und Skaleneffekten vernachlässigten vor allem die börsennotierten Luxuskonzerne Umweltaspekte in ihrem Produktionszyklus.

DETOX-Projekt

Die Umweltorganisation Greenpeace macht seit Jahren mit berühmt-berüchtigten PR-Aktionen auf den Catwalks der internationalen Modeschauen von Mailand bis Paris auf Missstände aufmerksam. Mit dem DETOX-Projekt wollen die Umweltschützer gezielt Gesundheits- und Umweltschäden in der Produktion von Textilien verhindern.

Prêt-à-porter-Produkte schlagen nachhaltigeren Weg ein

Seit dem Launch des Projektes traten einige namhafte Prêt-à-porter-Anbieter der Kampagne bei. Insbesondere, nachdem Greenpeace in einer Studie in Kinderkleidung und Schuhen von acht Luxusmarken eine breite Palette gefährlicher Chemikalien nachgewiesen hatte. Allen voran die Valentino Fashion Group gelobte eine Entgiftungskur.

Ein Plan mit Weitsicht

Das Unternehmen stellte ein langfristiges Nachhaltigkeitsprogramm vor, in dem es die dringende Notwendigkeit von der Beseitigung aller „gefährlichen Chemikalien während des gesamten Lebenszyklus und aller Produktionsverfahren“ bis 2020 betonte. Ferner versprach das Luxus-Fashion-Label auf dem Weg dorthin, im Hinblick auf ihre globalen Lieferketten, „Mechanismen der Offenlegung und Transparenz“, die es als existenziell für das erfolgreiche Gelingen der Kampagne bezeichnete.

Nachhaltig handeln, heißt wirtschaftlich handeln

Unternehmen wie Valentino gehen so mit gutem Beispiel voran. Sie zeigen, dass selbst und gerade im hochpreisigen Produktsegment eine nachhaltige Geschäftsphilosophie nicht nur ethische Standards erfüllt, sondern zudem auch äußerst wirtschaftlich ist. Denn Luxus wird zunehmend als Erlebnis und Ausdruck eigener Werte verstanden. Zahlreiche Studien zeigen, dass Konsumenten hochwertiger Artikel immer strengere Kriterien der Nachhaltigkeit und Transparenz anlegen, und zwar über ihren hohen Ansprüche an Qualität und Markenidentität hinaus.

Eine Investition in die Zukunft

Des Weiteren definieren ohnehin viele Kerneigenschaften von Luxusartikeln – Handarbeit, Hochwertigkeit, Langlebigkeit – den Begriff Nachhaltigkeit. Insofern betreibt Valentino mit seinem Nachhaltigkeitsmanagement letztlich Risikosteuerung und schützt seine Reputation beziehungsweise Markenstärke langfristig.

Titelbild: © Brunel Johnson / Unsplash

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