„Computer, wo ist Lieutenant Commander Data?“

Die amerikanische Science-Fiction-Serie Star Trek hatte sich einst auf diversen Gebieten visionär gezeigt. Zum Beispiel, wenn sie Gespräche zwischen Crewmitgliedern und dem omnipräsenten und allwissenden Computer zeigte. Heutzutage sind einige dieser Visionen kaum mehr Visionen, sondern nahezu Realität. Es ist keine Besonderheit mehr, mit kleinen Geräten zu sprechen, die das Gesagte verstehen und darauf reagieren können. Für Seitenbetreiber und Content Creators bedeutet das: Anpassung. Was muss ich tun, damit ich in Zeiten von Voice Search zuverlässig im Netz gefunden werde?

Präzision dank Hummingbird

Es begann mit dem „Hummingbird“-Update, das Google im Jahr 2013 ausrollte. So schnell und präzise wie ein Kolibri sollte es sein, und es bildete die Grundlage für die Sprachsuche. Denn Hummingbird sorgte dafür, dass Google Suchanfragen der User besser interpretieren und so die Qualität der Suchergebnisse erhöhen konnte. SISTRIX zufolge ist die Suchmaschine darum in der Lage, die Intention des Users zu verstehen. Außerdem konnte Google durch das Hummingbird-Update die inhaltliche Ausrichtung von Websites und Textdokumenten begreifen.

Die Maschine, dein Freund und Helfer

Kurz gesagt: Suchmaschinen sind heutzutage in der Lage, ganze Sätze und ihren Zusammenhang zu verstehen und auf eine gestellte Frage passgenaue Antworten zu liefern. Weil die User das gemerkt haben und darum zunehmend mit ihren Smartphones sprechen, als wären es Gesprächspartner und keine Maschinen, ist ein Trend zur Longtail-Search absehbar. Soll heißen: Wer lange und spezifische Keywords auswählt und seine Inhalte daraufhin ausrichtet, wird tendenziell mehr Erfolg haben. Die Suchmaschine lernt und der Mensch merkt das. Suchanfragen in 2019 werden zunehmend so gestellt, dass sie wie gesprochene Sätze aussehen.

Infographic: Users Learn to Appreciate Smart Speakers' Many Talents | Statista
Quelle: Statista

Voice Search in Zahlen

Kein Wunder, wenn man sich bewusst macht, dass mittlerweile 20 Prozent der von mobilen Geräten aus gestarteten Suchanfragen an Google per Voice Search passieren. Laut der „OMG! Mobile voice survey reveals teens love to talk“-Studie benutzen etwa 50 Prozent der 13-18-jährigen US-Amerikaner Voice Search bereits mehrfach täglich. Es sei ein Zukunftstrend, finden 89 Prozent der Befragten. Außerdem sei es sicherer, weil der Nutzer sich nicht aufs Tippen konzentrieren muss. Praktischer fürs Auto oder auf dem Weg durch die Innenstadt. Wordstream zufolge gibt es monatlich bereits mehr als eine Milliarde Sprach-Sucheingaben (Stand Januar 2018). Wie Google berichtet, fühlen sich 41 Prozent der Nutzer eines Sprachassistenten, die Interaktion mit dem Gerät fühle sich an wie die Konversation mit einem Freund oder einer anderen Person.

So profitiert Ihr von Voice Search

Wie also können Marketer die Voice Search für sich nutzen? Eine Strategie ist, wie schon erwähnt, die Anpassung von Inhalten Eurer Website oder Eures Blogs. Effektiv schlägt zum Beispiel vor, darauf zu achten, wie Eure Inhalte am besten die W-Fragen beantworten können. Hierbei kann es helfen, sich einfach einen Menschen am Smartphone oder vor seiner Alexa vorzustellen. Wie würden sie eine Suchanfrage formulieren? Daraus ergeben sich neue Keywords, die Eure Inhalte nach oben treiben können. Berücksichtigt die Frage sowohl in der Überschrift und den Meta-Daten als auch in der URL. Longtail-Keywords sind gefragt. Um einen ganzen Blog für Google interessanter zu machen, eignet sich Pillar Content. Und außerdem könnt Ihr mittels FAQ-Bereichen weitere Nutzer anziehen, die Euch per Spracheingabe finden.

Titelbild: © studiostoks / Fotolia.com

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