„Unnötig und gesundheitsschädlich“ sagen die Einen. „Abends ist es endlich wieder länger hell“ die Anderen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es wieder so weit: Die Sommerzeit startet und mit ihr werden die Uhren eine Stunde, von 2 auf 3 Uhr, nach vorne gestellt. Mancher bekommt davon gar nichts mehr mit. Die meisten Smartphones, Computer und Funk-Wecker stellen sich schließlich ganz von allein um. Wäre da nicht die fehlende Stunde Schlaf, mit der jedes Jahr wieder viele zu kämpfen haben. Die innere Uhr passt sich nicht so einfach an die Sommerzeit an. Was folgt ist ein kleiner Jetlag: Müdigkeit, Schlafstörungen oder Kreislaufprobleme.

Energiespareffekt gleich Null

Grund für die Einführung der Sommerzeit in Deutschland 1980 war die Überlegung, dadurch Energie zu sparen. Da sich der Tag um eine Stunde nach vorne „verschiebt“, wird weniger Beleuchtung benötigt. Kritiker zweifeln diese entstehenden Stromspareffekte jedoch seit Jahren als kaum nachweisbar an. Laut Umweltbundesamt wird abends zwar seltener das Licht angemacht. Im Frühjahr und Herbst aber in den Morgenstunden mehr geheizt.

Dein Geld kann mehr

Vorsicht! Wer am Montag eine Stunde zu spät am Arbeitsplatz erscheint und als Ausrede die Zeitumstellung liefert, muss mit einer Abmahnung rechnen. Die Umstellung erfolgte schließlich bereits am Wochenende und ist lange bekannt. Laut den Experten der ARAG ist es bei Nachtschichtarbeitern, die auch am Wochenende auf Stundenbasis arbeiten müssen, komplizierter. Steht im Plan eine Arbeitszeit von Mitternacht bis 8 Uhr, muss die „verlorene“ Stunde nicht nachgearbeitet werden. Es ist schlicht nicht möglich, in einer nicht vorhandenen Stunde zu arbeiten. Doch der Arbeitgeber muss diese Stunde auch nicht bezahlen.

Titelbild: © polesnoy

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