Frischer grüner Rasen, die weiße Kleidung der Spieler und ein Falke mit eigenem Twitter-Account: Das Grand-Slam-Turnier im Südwesten Londons ist eine weltweit bekannte Sportveranstaltung und ein jährliches Medienereignis. Wimbledon wird heute eröffnet und feiert damit sein 140. Jubiläum.

Wir sind gespannt, wer dieses Mal ein goldenes Händchen hat

Tennisprofis wie Boris Becker, Roger Federer, Steffi Graf oder Serena Willams hat der Sieg in Wimbledon weltberühmt gemacht. Neben der traditionellen Rosenwasserschale für Damen und dem Pokal für die Herren gibt es sattes Preisgeld zu gewinnen. Die Ausschüttung steigt jährlich um etwa zehn Prozent. Dieses Jahr fallen auf den Gewinner im Einzel 2,5 Millionen Euro und die Gewinner im Doppel 400.000 Euro. Aber auch allein die Teilnahme ist den Veranstaltern etwas wert. Im Einzel erhält jeder Teilnehmer in der ersten Runde bereits 40.000 Euro. Das Geld ist notwendig, denn Tennis ist ein teurer Sport. Für Spieler auf den mittleren Weltranglistenplätzen wie Michael Russel fallen enorme Kosten an – 40.000 Euro allein für Reisekosten. Für die Besaitung des Schlägers können schon mal 9.000 Euro anstehen.

Eine ziemlich teure Rasenwalze

Alles begann angeblich mit einer Rechnung über zehn Pfund. Das Geld benötigte der „Verein für Rasentennis und Croquet für ganz England“ im Jahre 1877 für eine neue Rasenwalze. Um sie zu finanzieren, veranstaltete er ein Turnier und nahm Eintrittsgeld von seinen Zuschauern. So wurde das wohl bekannteste Tennisturnier der Welt – die Wimbledon Championships – gegründet.

It’s tea time

Was mit zehn Pfund begann, hat im Jahr 2016 knapp zwei Mrd. Euro in die Kassen des Turniers gespült. Die 40.000 Zuschauer zahlen nicht nur bis zu 200 Euro für ein Ticket, um auf dem Centre Court dabei zu sein. Sie haben auch eine Vorliebe für Champagner, Scones, Tee und Kaffee. So kommen mit 30.000 Flaschen Lanson Black Label Champagner 2,5 Millionen Euro zusammen. Die Spieler verbrauchen hingegen 5000 kg Bananen als schnelle Ressource für Energie.

Das Geschäft mit der Erdbeere

Zusätzlich macht das Turnier eine ganz besondere Tradition reich. Wimbledon verdient jedes Jahr allein 400.000 Euro durch den Verkauf von Erdbeeren. Die berühmten „Strawberries and Cream“ – Erdbeeren in flüssiger Sahne – sollte jeder Wimbledonbesucher mindestens einmal probiert haben. Die Schale mit exakt zehn Erdbeeren kostet fürstliche 3,50 Euro. Immerhin ist dieser Preis seit 2007 stabil und die Erdbeeren sind auf den Zuschauerrängen eine willkommene Erfrischung.

Eintrittsgeld für einen guten Zweck

Natürlich gehört zu einem großen Sportevent auch ein Spendenfonds. Die Wimbledon Foundation vergab im Jahr 2016 rund 800.000 Euro an soziale Projekte in den Londoner Gemeinden Merton und Wandsworth. Sie beherbergen das Turnier genau an der Grenze ihrer beiden Stadtteile. Der Fonds erreicht in den beiden Stadtteilen 10.000 Menschen. Er investiert vor allem in die Sportförderung von Kindern und Jugendlichen, aber auch in Projekte in den Bereichen Gesundheit und Kultur. Dazu gehören Gemeinschaftsgärten oder eine integrative Theatergruppe, in der geflüchtete Menschen gemeinsam mit Senioren und sozial benachteiligten Jugendlichen spielen. Der Fonds konstituiert sich zur Hälfte aus dem Wiederverkauf ungenutzter Tickets.

Dein Geld kann mehr

In Sportveranstaltungen investieren lohnt sich, aber nicht immer ist Sponsoring für Unternehmen der richtige Weg. Die Bekanntheit einer Marke muss nicht steigen. Sie kann auch konstant bleiben. Besser eignen sich Investments in Clubs und Vereine. Hier muss der Einstiegszeitpunkt mit dem Anlagenhorizont ausbalanciert werden. Für das Investment in Wimbledon lohnt sich auch eine Beteiligung am neuen Dach des No 1. Courts. Sie garantiert jedem Anteilseigner einen Sitzplatz für das zehn-tägige Turnier in den nächsten fünf Jahren.

Titelbild: (c) skeeze/Pixabay

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