Der Alptraum eines jeden Hauseigentümers: Ein Mieter zieht aus seiner Wohnung aus und hinterlässt ein Schlachtfeld. Dem Hauseigentümer bleibt nichts anderes übrig, als die Wohnung aufwendig sanieren zu lassen. Muss er für die Kosten der Sanierung selbst aufkommen?

Renovierungskosten steuerlich absetzbar?

In einem aktuellen Fall hinterließen Mieter die Wohnung mit zerschlagenen Fliesen, zerbrochenen Fensterscheiben und Schimmelpilzbefall. Die Sanierungskosten beliefen sich auf rund 20.000 Euro. Der Hauseigentümer gab diese Kosten in seiner Steuererklärung als Werbekosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung an. Das Finanzamt weigerte sich mit dem Argument,

… dass die Renovierung die 15 Prozent der Gebäudeanschaffungskosten übersteige und und man von anschaffungsnahen Herstellungskosten ausgehen müsse. Diese hätte nur über einen längeren Zeitraum hinweg abgeschrieben werden können.

Sanierung gilt als Werbekosten

Das Finanzgericht Düsseldorf enschied aber, dass die Renovierungskosten in vollem Umfang als Werbekosten von der Steuer absetzbar sind, sofern der Wohnraum nach Auszug des Mieters kernsaniert werden muss. Zwar sei die 15-Prozent-Grenze anzuerkennen, doch Eigentümer sollen die durch Mieter herbeigeführten Kosten der Schäden zeitnah und in vollem Maße von der Steuer absetzen können. (Quelle: LBS)

Titelbild: © victor zastol’skiy

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