„Früher war alles besser. Da haben wir noch angepackt und was gemacht.“ (jeder Ü-40er)

Und jeder Ü-20er rollt genervt mit den Augen. Wobei das Stichwort “Anpacken” gar nicht so verkehrt ist. Vor allem in der Arbeitswelt. Doch während die Generation Golf (zwischen 1960 und 1980 geboren) auf fachliche Qualifikationen setzt, sind die Prioritäten der Generation Digital Natives (zwischen 1980 und 2000 geboren) eindeutig: Soft-Skills. Zu diesem Schluss kommt eine Xing Profilanalyse. Aber sind die Gräben wirklich so tief?

Generation X: Individualistisch & ehrgeizig

Wirtschaftliche Krisen und steigende Scheidungsraten prägten die Kindheit dieser Bevölkerungskohorte stark. Für sie ist das berufliche Vorankommen das wichtigste Ziel bei der Suche nach einem Job.
So gilt die Generation der 30- bis 50-Jährigen allgemein als ambitioniert, individualistisch und ehrgeizig. Mitglieder der Generation X sind gut ausgebildet. Ihr berufliches Ziel: Ein finanziell sicheres Leben. Im Gegensatz zu ihrer Vorgänger-Generation stellt die Generation X die Arbeit nicht vor andere Bedürfnisse. Sie betrachtet diese als Mittel zum Zweck.

WerteUnabhängigkeit, Individualismus, Sinnsuche
MerkmalePragmatisch, selbstständig, Streben nach einer
hohen Lebensqualität, Zeit ist wertvoller als Geld
Im ArbeitslebenErgebnisorientiert, technisch versiert, teilen Macht und Verantwortung
KommunikationsmediumE-Mail, Mobiltelefon
MotivationHohe Freiheitsgrade in der Arbeitsgestaltung, Entwicklungsmöglichkeiten, Work-Life-Balance

Generation Y: Technikaffin & vernetzt

Mitglieder der Generation Y sind um die Jahrhundertwende geboren und haben den Internetboom und die Globalisierung in vollen Zügen miterlebt. Sie stellen hohe Ansprüche an ihre Arbeitsstelle. So soll die Arbeit vor allem “Sinn machen” und Abwechslung bieten. Die Millennials legen viel Wert auf Selbstverwirklichung. Auch als Teamplayer, der sich nicht nur offline, sondern auch in der virtuellen Welt durch eine exzellente Vernetzung auszeichnet.

Generell gehört das Internet zum Lebensalltag dieser Bevölkerungsschicht. Ebenfalls der Umgang damit. Denn als die ersten “Digital Natives” wurden sie seit der Kindheit von der sich immer weiterentwickelnden Technologie sozialisiert.

Sie verstehen sich auf Projektarbeit und engagieren sich oft über den Job hinaus in eigenen Projekten. Arbeit und Privatleben werden somit nicht mehr streng geteilt, sondern ergänzen sich und verschmelzen zunehmend. Dennoch legt die Generation Y viel Wert auf Freiraum für Privates. Aus dem Konzept der “Work-Life-Balance” entwickelt sich laut der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. das Konzept des “Work-Life-Blending”. Sie zeichnen sich im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen durch ein hohes Bildungsniveau auf.

WerteVernetzung/Teamwork, Optimismus
MerkmaleLeben im Hier und Jetzt, Mit neuen
Technologien aufgewachsen, “24 Stunden online”
Im ArbeitslebenDie Arbeit muss Spaß machen, lernbereit,
arbeitswillig, flexibel und anpassungsbereit. Sie haben eine
selbständige und unabhängige Arbeitsweise, Führungspositionen sind ihnen nicht
mehr so wichtig, eher Fachlaufbahnen und projektbezogenes Arbeiten, Meister
im Multi-Tasking
KommunikationsmediumWeb 2.0
MotivationSelbstverwirklichung, „Vernetzt-sein“; Mit Leuten
auf der gleichen Wellenlänge zusammenarbeiten

Profilanalyse: Diese Fähigkeiten haben Priotität

Generation XFähigkeiten (Wichtigkeit)Generation Y
Change Management1Prozessoptimierung
Prozessoptimierung2Kommunikationsfähigkeit
Microsoft Office3Social Media
Key Account Management4Selbstständigkeit
Business Development5Verantwortungsbewusstsein
Kommunikationsfähigkeit6Belastbarkeit
Kundenbetreuung7Lernbereitschaft
Personalführung8Microsoft Office
Produktmanagement9Interkulturelle Kompetenz
Qualitätsmanagement10Kundenbetreuung

So setzt die Generation Y laut der Xing-Analyse vermehrt auf Soft-Skills. Lernbereitschaft und Social-Media-Affinität. Ganz anders die Älteren: Sie präsentieren im Profil eher ihre fachlichen Qualifikationen. Die Wichtigkeit der Fähigkeiten wird von eins bis zehn eingestuft. Wobei die eins als „sehr wichtig“ und die zehn als „eher zweitrangig“ zu bewerten ist.

Dies erstellte die Businessplattform aus den Angaben der eigenen beruflichen Fähigkeiten im Nutzerprofil („Ich biete“). Danach wurde eine Rangliste mit Schlagworten erstellt, deren Nutzung in den letzten drei Jahren am stärksten gestiegen ist.

Bild: ©pict rider/Fotolia

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